Auswahl: Anfaengertour im 6. Schwierigkeitsgrad:

Mittlere Deichenwand - Westpfeiler Cafe Corretto 6-
  Rechts von "Doppelriss" über Platte und Kante z. AR
  Detail
Ringe:  4+ AR
davon nachträglich:  
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  
Erstbegeher:  Andreas Karczewski
 Berthold Groß
 
Datum :  24.4.1998
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Zwar nicht lange, aber doch ganz nett und mit den Ringen sehr gut gesichert (vor dem zweiten kann man noch eine SU einfangen). Schlüsselstelle, v.a. wenn noch etwas keimig, über die Platte von ganz unten zum ersten Ring zu eiern.
Sehr sauber gekletterte oder besser gesagt: "getopropte" Route mit nur einer schwierigeren Stelle zwischen dem 3. und 4. Ring. Wer will kann da noch kleine Friends zwischen den Ringen unterbringen.
Asselstein Westseite Westgrat- Nordverschneidung 6-
  In N-Wandmitte des W-Grates durch rechtwinklige Verschneidung (R) und breiten Riss z. nAR (am Grat).
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Ringe:  1+ AR
davon nachträglich:  
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  V+, A0
Erstbegeher:  Adolf Seiter
 Günter Christoph
 
Datum :  28.7.1954
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AR schaut nimmer so gut aus.
Das von Doc erwähnte Lettenloch ist leider nicht mehr so doll (da ist wohl mal was ausgebrochen - hatte das auch als gute Sicherungsmöglichkeit in Erinnerung). Falls man es dennoch in seine Sicherungskette mit einbeziehen möchte, sollte man einen 0.4er Camalot bereit halten - der Lilane ist für die Rest-Lette leider zu groß.
Super Kletterei, wenns denn nur etwas länger wäre. Piazen (super griffige Risskante), Ausspreizen, Hochklemmen, kann man alles machen. Mit Hex 7, Cam 3, Cam 0.5 (Lette links in Wand) und Cam 2 bis zum Ring hallenmäßig absicherbar. Nach dem Ring dann leichtes Gelände und Formsache.
Trifels Ost- u. Südseite Pfeilerweg 1.Teil 6-
  Rechts des Pfeilerfußes von angelehnten Blöcken aus über kurze Wand zu Sims und horizontal nach links (Fr #1) z. Beginn einer Rissspur. An ihr (R) 5m hinauf (R) und an der hier ansetzenden Rissschuppe entlang zu Bändchen (Hex #8). Über kurze Handrissstelle und leicht unsolides Blockwerk zum Wandbuch u. AR.
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Tourenlaenge:  23m
Ringe:  2+ AR
davon nachträglich:  
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  V, A1
Erstbegeher:  Rudi Lorenz
 Werner Wesemann
 
Datum :  12.8.1954
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Erste SL ist eigentlich sehr schön im kompakten Fels. Fands bei den derzeitigen Temperaturen teils schon unangenehm kompakt, da der Fels bissle schmiert. Absicherung problemlos mit mobilem Material zu den R.
Dadurch das im "Neuen" Pfeilerweg etwas weg ist hat sich (so wie ichs klettere) der Weg minimal verängert. Vermutlich bin ich den Weg schon zu oft gegangen....
Geierstein Linke Südwestseite Oktoberweg direkt 6-
  Vom linken Rand eines vorgelagerten Blockes kurz hinauf, dann rechts zu Rissspur (R), über die man einen leicht nach rechts geneigten breiteren Riss erreicht [U. Daigger am 19.10.63; hierher urspr. von links her, s. jetzt "Grad nuff"]. Diesen entlang, zuletzt an abdrängendem Faustriss (Hex #10) z. nAR (wenig unterhalb des Grates).
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Ringe:  1+ AR
davon nachträglich:  0
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  V-, A0
Erstbegeher:  Fred Frey
 Hans Laub
 
Datum :  11.10.1958
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Feine Sache. Mit gängigen Cams sehr gut abzusicherende Kletterei. Der Ausstieg ist ganz witzg und hat mans dann mal draussen, auch nicht schwer. Sehr gängig für den hier angegebenen Grad.
nur im toprope gemacht, lässt sich allerdings mit cams gut absichern. im richter-führer als direkter-oktoberweg betitelt und mit 5+ bewertet, was ich soweit nachvollziehen kann. sind ein paar schöne züge drin und der ausstieg wird den ein oder anderen sicherlich vor ein problem stellen. wer diese route vorsteigt sollte daran denken. gewusst wie, ist der ausstieg aber zu machen. insgesamt eine schöne tour!
Im direkten Einstieg super zu klettern. Die Tour lässt sich hervorragend mit Friends aller Art absichern und bietet jede Menge Henkel zum hochziehen. Am Ausstiegsriss passt Fr. 4 und mit dem geeigneten Mantle sollte dieser kein wirkliches Problem darstellen. Den direkten Einstieg finde ich leichter als VI-, wohl eher V. Aber solche "Geschenke" nimmt man in Pfalz gerne an.
Buchholzfels Massiv - Nordseite Kurzschluss 6-
  Rechts von "Was weiß ich" über die Platte zum Wulst des "Tuxe..." und zu dessen 1.R.
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Ringe:  3+ AR
davon nachträglich:  
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  
Erstbegeher:  Fred Ehrhardt
 Uwe Zenkere
 
Datum :  14.5.1992
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Der Wulst sieht von unten schwer aus, zumal man doch ein Stück über dem 3. Ring steht, hat aber offensichtliche Riesenhenkel. Darin ~Cam1 möglich und weiter zu R von Tuxedomon. Von Diesem zum Nächsten in der Dachkante ist dann doch nochmal schwer.
Feine 6er Plaisir-Sache, wenn man noch über den Wulst bis zum Ring unterm Dach der "Tuxedomoon" klettert (für die, die halt keine 9er ziehen). Unten herrliche Platte und über den Wulst Henkelkletterei. Bleibt trocken. Sehr gut abgesichert/absicherbar.
Als Massivweg besonders bei warmer Witterung (da Nordwand) zu empfehlen. Meine Seilpartnerin kam hier zu Vorstiegsehren. Das rettete den Klettertag nach dem Reinfall mit dem Normalweg (s.dort). Aber es ist ja nur eine Variante.
Dimbergpfeiler Rechte Südwestseite Südverschneidung 6-
  Von links her über Platte in die gr.Verschneidung und diese hinauf bis zum Ausstiegsriss des "Plattenweges" und z. AR bzw. G.
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Tourenlaenge:  35m
Ringe:  4+ AR
davon nachträglich:  
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  V, A0
Erstbegeher:  Udo Daigger
 Jean Paul Chantelot
 
Datum :  5.4.1964
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Vor dem Cam 4 geht noch ein solider X4 #0.75.
Perfekt ist die Absicherung erst ab dem großen Loch (Cam 4), davor sollte man konzentriert die Platte hoch schleichen.
Geht mit der 2 SL des Plattenwegs sehr gut als eine Seillänge ohne größere Seilreibung bis zum Gipfel. Absicherung problemlos. Schöne Genußtour.
Traumhaft schöne Tour, die man direkt machen sollte. In Verbindung mit der 2.SL vom "Plattenweg" sicherlich noch schöner. Vorsicht: kurz vor dem ersten Ring auffällig lose Schuppe (eigentlich nicht zu übersehen, da sehr markant!)direkt an der Verschneidungskante!
...sehr schöne Tour. Die Absicherung ist perfekt.
Dimbergpfeiler Linke Südwestseite Gnom 6-
  Ca. 15m links vom "Zahn der Zeit" über kurzes Wändchen den R folgend hinauf, am Ausstieg rechtshaltend zu gr.Kiefer.
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Ringe:  3
davon nachträglich:  1
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  
Erstbegeher:  Martin Wieser
 und Gef.
 
Datum :  
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Bruchweiler Geierstein Linke Südseite Schnapsweg 6-
  Durch die markante Verschneidung z. nAR bzw. Grat.
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Ringe:  1+ AR
davon nachträglich:  
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  V, A0
Erstbegeher:  Richard Scheerer
 Heinrich Kauther
 
Datum :  14.9.1935
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www.morchel.org/die-klassiker/schnapsweg/
November 2013: Ein erfahrener belgischer Kletterer legt den ersten Friend relativ niedrig (~3 m Höhe) und übersteigt diesen. Er testet den nächsten Friend den er legt (~8 m Höhe) indem er daran zieht. Dabei kommt der Friend, der Kletterer verliert dabei das Gleichgewicht und es kommt kopfüber zum Bodensturz (erste Sicherung zu niedrig). Schwere Kopfverletzungen (kein Helm), die tödlich enden.
auch immer wieder schön. lässt sich gut absichern, weiter oben müsste sogar ein 5er cam richtig gut liegen, der vierer war grenzwertig, erst nach dem ring ein schwerer zug, ansonsten tolle kletterei.
An sich ein schöner Weg der mit Keilen und Cams bis 3 zugekloppt werden kann, allerdings ist der Fels im oberen Teil der Verschneidung leider recht speckig.
Super Weg und super abzusichern!
1997: Kletterer stürzt und Keile versagen. ==> Schwere Verletzungen
Rumbachtalplatte Rechter Ein-Haken-Weg 6-
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Tourenlaenge:  15m
Ringe:  1+ AR
davon nachträglich:  
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  V+, A1
Erstbegeher:  Dolf Jung
 Hans-Peter Bartens
 
Datum :  23.9.1979
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Wie Wolfi schon schrieb: der R wäre etwas höher sicherlich besser platziert.
Bis zum R sicher auch für Vorstiegsneulinge gut geeignet - Schwierigkeit bis hierher wohl eher IV und jede Menge gute Lettenlöcher zur Sicherung. Am R (und darüber!) dann das schon genannte anspruchsvolle Reibungsgeschiebe.
ab dem ring wirds arg knifflig für ne 6-. bis dahin soweit ok, wenn man diese reibungsgeschichten mag. ich mag sie nicht. :-) aber im toprope kann man da gern mal schauen was geht.
...Der Ring sitzt zu niedrig,bis dahin gut Abzusichern wenn an der schweren Stelle über den R was verrutscht knallt man auf das Band darunter. Man sollte den R einen Meter höher setzen
Trifels Untere Süd- u. Westseite Klamotte 6
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Ringe:  1
davon nachträglich:  1
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  
Erstbegeher:  Peter Kaiser
 (v.u.g.)
 
Datum :  
4 Kommentare 4 Kommentare
4 bzw. 4+ ist natürlich Unfug, die Tour ist sicherlich auf "Vorspeisen-Niveau", aber der Einstieg kommt mir wegen der ausgetretenen Dullen tatsächlich immer leichter vor. Da wird bzw. wurde in den letzten Jahren ordentlich getoproped. Ist dann halt eben ne leichtere 6.
Naja, "Bärbelweg" ist definitiv leichter (aber ungesichert), "Diagonale zum Pfeilerweg" ist IV und da gibts keinerlei schwere Züge und bei der Kalmotte ists halt nur bis bzw. über den Ring weg VI. Verglichen mit der "Vorspeise", die auch ähnliche Kletterei bietet (nur länger anhaltend) paßt das aber vom Niveau her. Somit ist die Bewertung am Fels in sich hier stimmig und alles ist gut. Da gibts wirklich einige andere Wege in der Pfalz, die sich nicht so wirklich mit der UIAA-Normskala in Übereinstimmung bringen lassen...
Camalot 0.4 vor Ring und 0.75 nach Ring, dann ist die Tour vernünftig gesichert. Oben raus bis zum Umlenker ist es dann einfach.
Konzentriert zum Querband, danach ist die Absicherung (kl Friends) vollkommen OK.
Trifels Obere Westwand Alte Westwand 2.Sl 6
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Tourenlaenge:  30m
Ringe:  6
davon nachträglich:  1
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  V, A1
Erstbegeher:  Paul Reithofer
 Lothar Fuchs
 
Datum :  7.9.1954
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...Heute mal wieder gemacht eigentlich immer großes Kino die Tour Bei Gelegenheit werd ich mal die R Sanieren nach über 60 Jahren darf das schon mal sein....
...Der Bühler sitzt seit heute und ist Morgen am 27.03.16 belastbar
...Ich würde für einen fetten Bühler neben den Standring plädieren ich würd ihn auch Setzen. Dadurch werden an etwas volleren Tagen mehr Möglichkeiten geboten und der alte R ist schonmal Saniert.,Davon abgesehen bin ich der Meinung Magnesia sollte Verboten werden mfg wolfi
Super Wandkletterei und gut gesichert. Zu den Ringen noch Cams in gängigen Größen. Die zwei Schlaghaken machen auch noch einen sehr guten Eindruck. Die erste SL ist nix besonderes. Der Zick-Zack-Weg bietet hier (bis auf die leichte Querung vom Wandbuch weg) einen wesentlich homogeneren und v.a. langen Weg. In der zweiten SL darf dann auch mal ruhig zugepackt werden. Das erste Überhängel ist ganz interessant und danach mal bissle wackleig zum nächsten Pfalzring. Feine Sache, auch wenn, wie immer, einem die Burgbesucher durch ihr Gelärme höllisch auf die Nüsse gehen (selbst wenn man an einem Wochentag dort ist). Ist man als Kletterer eigentlich Freiwild für saudumme Sprüche und blöd von der Seite angelabert werden? Mir wurde mal wieder klar, wieso ich den Trifels normalerweise meide. Das nächste mal nur, wenn die Burg geschlossen ist.
... 2m Rechts von bisherigen 1.Stand sitzt nun ein weiterer Stand,Toprope oder Abseilring
Kater Normalweg 6
  Die O-Wand wird unten von einem Überhang begrenzt, dessen Überwindung die Schlüsselstelle darstellt. Orig. begangen von rechts her mit Sst. zu einem überdachten Sims und dann nach links in die Wandmitte, alternativ 1,5m links davon direkter [H. Michel; 1956] oder am angenehmsten linkerhand den Überhang an Einriss (Rock #4, Zacken-S) überwinden (orig. auch das mit Sst.)
Durch die Wand (Fr #2, Rock #9) hinauf und linkshaltend (Fr #1 o. #1.5) unter den Gipfelaufschwung. Links der SO-Kante z.G.
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Ringe:  0+ AR
davon nachträglich:  
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  IV, A1 o. Sst
Erstbegeher:  
Datum :  
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@kubick: ...muss man sich was legen ;-)
Hier entweder kleiner Rock (wenn man es direkt angeht) oder Schlinge über das Griff"horn" (beim linken Einstieg). Rechts - also orig. - ist es am schottrigsten...
Lt. meinen "uralten" (1966) Aufzeichnungen rangierte der Kater-Normalweg stets als III–IV. In der Festschrift das DAV Ludwigshafen von 1963 wird der Kater-Normalweg gar als IIIer (ohne Sst.) bewertet!
Was sich mir nicht erschließt, ist die technische Bewertung mit IV, A1 o. Sst: A1 heißt "mit Trittschlinge" - aber wenn kein H steckt???
Wo kämen wir denn hin, wenn plötzlich alles "korrekt" bewertet würde?
In den KF-Werken seit 1975 wurde als S. nur III+ - mit. Sst. (unten rechterhand) - angegeben.
auch wenn so ein Einstiegssandboulder nahezu unbewertbar ist habe ich jetzt mal eine Anpassung vorgenommen
Im Einstieg kann man direkt mal beweisen, ob man mit einem ordentlichen Mantle (aus dem Überhang rauf aufs Band) dem angegebenen Schwierigkeitsgrad gewachsen ist. Der restliche Weg ist im Vergleich dazu geschenkt, mal vorausgesetzt man nimmt die festen Griffe, und rutscht nicht auf Sand und Moos aus.
Mangels Kletterbetrieb und Waldschatten mittlerweile etwas, naja, verwahrlost-sandig-moosig. Absicherung OK, linker "Einstieg" und "Direktausstieg" bieten sich an, und machen das Gesamtunternehmen auch nicht wirklich schwerer. Eher was für Sammler oder wenn man bei Massenaufläufen an den Geiersteinen einfach noch mal was in Ruhe klettern will.
linke Einsteigvariante: Athletisch, da muss man mal so richtig in den Armen hängen. Aus Gründen der Seilführung läßt sich noch ein halbversenkter Cam 1 im seichten, sandigen Riß verbasteln (schlechtes Absprunggelände). Recht kernig für den angegebenen Grad, aber halt nur ein paar Züge. Für richtig kleine sicher ganz bitter.
Kumbtfels Südostseite Kumbtplatte 6
  Rechts der "Kumbtverschneidung" von rechts her über Platte (oder auch direkt, VI-) zu R und gerade über kleinen Wulst (R). Nun ganz schwach rechtshaltend (2R) über Wand zu Band (in etwa 2/3 Wandhöhe).
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Ringe:  4
davon nachträglich:  
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  
Erstbegeher:  Peter Lischer
 (v.u.g.)
 
Datum :  1982
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1.R vom H&W-Team saniert
Früher kurz nach dem Einstieg ging am Beginn der Linksquerung ein Fr. 2. Der hält nun nichts mehr. Weiter oben geht aber ein kleinerer. Weg wird wohl nicht mehr oft gemacht und ist ziemlich krümelig. Passt schon für 6, man ist sowas aber kaum noch gewohnt.
Richtig happig für den Grad, gefühlt schwerer als die graue Wand an der Wilgartisplatte. Anyway, mit nem CamC3#0 und Cam#0.4 zum ersten Ring mit der Rechtsschleife geklettert eigentlich gut gesichert. Wie Ingo schrieb, Cam#3 zum zweiten Ring fand ich auch sehr nützlich. Konnte dann noch anderes kleines Klemmgerät verbauen. Unangenehm, v.a. wenn noch bissle Frühjahrspatina auf dem Fels ist.
1. Ring sehr dünn, wohl eher ein einzementierter Normalhaken.
Wieder ein Beispiel dafür, wie schwer eine 6er-Reibungsplatte sein kann. Im Nachstieg der reinste Genuß, im Vorstieg ganz schön spannend. Weit bis zum 1. Ring, nur einsteigen, wenn richtig trocken! 1 m vor dem Ring geht noch ein Friend in die Schuppe. Großer Friend zum 2. Ring, nach diesem wird's nach oben immer leichter. Ich würde sagen: Äußerst schwierig, obere Grenze...
Kumbtfels Südostseite Mooswurm 6
  Knapp links der Einstiegsrinne der "Kumpverschneidung" über Platte (nR) zum "V: Wandausstieg"
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Ringe:  1
davon nachträglich:  1
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  
Erstbegeher:  
Datum :  
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Rumbachtalplatte V: Zwergbäumchenriss 6
  Detail
Ringe:  0
davon nachträglich:  
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  
Erstbegeher:  Frank Schell
 Hans Laub
 André Rohr
 Jean Marcel Perrcaut
 
Datum :  18.8.1984
2 Kommentare 2 Kommentare
...immer noch Moosig ;-))
...Ausstieg zur Zeit ziemlich Moosig...
Asselstein Nordwestseite Rolfkamin 6+
  Nordseitig der linke (östliche) Risskamin: An Hand-Faust-Riss (Hex #8) zu auffällige Verschneidung und durch sie (Rock #9, R) unter Doppelklemmblock (Hf; S zwischen beiden Blöcken oder gr. Fr) und am einfachsten über den linken Block auf diese windige Konstruktion (nR, evtl. Stand). Dem Kamin folgend zu R, von dem am besten noch 2m außen emporsteigt und dann wahlweise im Rissinnern oder außen (luftig und unbeengt) den Überhang überwindet (n(A)R).
Entweder - urspr. und originell - über das Schulterrissdach (orig. wahrsch. Sst.) oder - nahezu immer - durch das Felsfenster und südseitig leicht empor z. Gipfelplateau (Stand-R)
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Ringe:  4
davon nachträglich:  2
sonst. Absicherung:  1S
technische Bewertung:  V+, A1 & Sst
Erstbegeher:  Rudolf Christmann
 Philipp Pfundstein
 
Datum :  30.8.1920
9 Kommentare 9 Kommentare
Ursprünglich, laut Erstbegehungseintrag, zwei Haken bis zum Klemmblock (heutiger Zustand dort 1 R). Ergo müsste es lauten: 4 R, 3 nachträglich, 1 Hf.
Bei der technischen Schwierigkeit Ausstiegsüberhang wohl mit SSt (sonst hätten die Erstbegeher diesen sicher nicht als einfach bezeichnet).
Lt. GB-Eintrag der Erstbegeher wird der erste Überhang außen genommen, der zweite im Fels geklettert und der letzte (die eigentlich Crux) sei leicht - SSt.?
"Nordwand, 30. Aug. 20. Heute am 30. Aug. 1920 wurde bei eintretender Dunkelheit von Unterzeichneten die Nordwand des Asselsteins bezwungen. Wir schreiben bei völliger Dunkelheit, 9 Uhr Abends.
...Wegbeschreibung: Man steigt an der Nordwand über die Bank an schwach ausgeprägtem Riß in griffiger Kletterei hoch und gelangt unter Anwendung von Klemmgriffen an Stand auf einem breiten Podeste. Nun fasst man mit beiden Händen die scharfkantige Verschneidung, geht mit beiden Füssen an die glatte Wand und arbeitet sich so empor, bis man den Haken rechts fassen kann. Nun drückt man sich durch, setzt den rechten Fuß auf den Haken und geht gleich in die Wand nach links unter Benutzung des zweiten Hakens. Jetzt wird die rechte Hand zwischen Block und Fels verklammert, mit der Linken hoch angegriffen und an einem eingeklemmten Felsstück unter Druck durchgezogen. Die nächsten 10 Meter sind leichte Stemmarbeit im Kamin. Der Überhang aber wird genommen unter Drehung des Körpers gegen den Ebersberg, mit guten Handgriffen durch das Innere des Felsens im engen Kamin über einen zweiten leichten Überhang gelangt man zum Gipfel. Rudolf Christmann, Vereinigung der Pfälzer Kletterer, Sektion Landau; Philipp Pfundstein, Annweiler"
Die (selten gemachte) Überwindung des letzten Überhangs führt zu der hohen Bewertung - umgeht man den ist die Route wohl die "fünft-einfachste" Möglichkeit den Gipfel zu erreichen (m.E. max. 6-)
Der o.T. der original gekletterten "Westwand" ist (freigeklettert) schwerer.
Arbeitstreffen Sommer 2017: von Oli wurde der 1.R ausgetauscht
C4 0.3 im direkten Ausstieg beruhigt die Nerven (oder C4 5 ganz tief)...
Man sollte auch bei Christbaumstellaktionen nicht auf die Idee kommen über den Doppelklemmblock technisch zu klettern. Frei geklettert (links rum) westentlich weniger antrengend. Auch den Überhnag nach dem Kamin technisch zu meistern ist nix (die Freikletterariante ist wesentlich entspannter).
Ok, etwas kräfitiger gebaute Kletterer sollten nach dem 3ten Ring wohl eher den Weg außen über die Überhänge wählen, anstatt sich durch das Rissinnere zu queteschen. Hatte heute starke Befürchtungen, das der Nachsteiger bergmännisch aus dem Loch abgebaut werden muß (kam dann glücklicherweise irgendwann und irgendwie doch durch).
Herrliche Linie, die sich mit Friends (bis 4 wenn man südseitig aussteigt) perfekt absichern läßt. Bei Schnee nach dem dritten Ring oben besser durch das Loch quetschen und möglicht viel Material vorher verbauen.
Unter dem Abschlussüberhang gibts nun einen nR(nAR), andem man während der Falkenbrut abseilen kann.
Asselstein Nordostseite Schiffkante 6+
  Vor der namensgebenden Kante stehend dem Riss folgend zu Absatz unter der glatten Wand. Gerade (2R) unter den Überhang (SU) und gerade (R) hinauf aufs Schiff (AR).
  Detail
Ringe:  3+ AR
davon nachträglich:  -1
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  IV+, A1
Erstbegeher:  Paul Reithofer
 Wilhelm Friedrich Nickel
 Peter Kölsch
 
Datum :  1.5.1953
3 Kommentare 3 Kommentare
Cam#4 liegt vor dem ersten R perfekt und solide im Loch in Fallinie vom R, um diesen entspannt anzuklettern. Dann hat sich auch der Vorschlag in der SanSi von mir erledigt, den ersten R zwecks komischen Ankletterns und düfriger Sicherungssituation runterzusetzen. Ist halt nicht so die Tour, wo man mal so nen Cam#4 am Gurt hat, v.a. da es von unten nicht danach aussieht.
Gute Kletterei in tollem Fels, bei den heutigen Tropenbedinugen allerdings teils unangenehm schmierig, v.a. als notorischer Chalkverweigerer. Wie Edi schrieb, zum ersten Ring die Crux (bissle rechts halten) um zu diesem eine vernünftig liegende, solide Sicherung zu verbauen muss man bissle schauen, aber man steht dort ja gut. SU zum Anklettern des 3R fand ich auch angenehm.
Das Anklettern des ersten R empfand ich als schwerstes, dort Cam#1. SuSl für zum 3.R ganz nützlich.
Trifels Ost- u. Südseite Saupädel 6+
  Ostseitig rechts oben von Plateau aus über vermooste Platte .... zur Kehle unterhalb des mächtigen Daches (Stand; nAR).
Hinweis für oben: Weicht man nach rechts zum (rostigen) Haken der "Ostpfeiler" aus und quert wieder zurück hat man eine nette Variante mit Gipfeloption, auch alterativ wenn drüben an der "Alten Westwand" viel los ist.
  Detail
Tourenlaenge:  25m
Ringe:  5
davon nachträglich:  
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  
Erstbegeher:  Bernd Fessel
 Thilo Fessel
 Peter Kaiser
 
Datum :  28.8.1985
5 Kommentare 5 Kommentare
Für Hüftbewegliche ist die Stelle am 2. Ring kaum schwerer als 5+. Wer den linken Fuß nicht hochbekommt, sieht da alt aus.
Frage: Warum wird die Route hier dann eingentlich nicht aufgewertet? Rechts rum über den geschlagenen Haken ist man dann ja im Ostpfeiler und klettert einen anderen Weg.
Man sollte die Kommentare mal vorher lesen...
Hab's über den 1.R oben direkt probiert und kein Land gesehen, vor allem wenn man der Meinung ist das für 6+ klettern können zu müssen.
Anyway: Jemand hat die Route in der ersten SL kürzlich in einen begehbaren Zustand gebracht (Danke!). Dort am 2.R auch schon bockschwer (musste ich A0 machen). Ist da rechts noch was unter dem Moos?
Mit paar Klemmgeräten zusätzlich zu den R gut gesichert.
Am 1.R der 2.SL lieferte ursprünglich eine senkrechte Platte die notwendigen Tritte. Seit den offiziellen Aufräumaktion 2008 ist die nicht mehr.
Sehr verflechtet, aber was man braucht, ist einigermaßen sauber.
Rindsbergpfeiler Obere Südwestwand Bergweg 2.Sl 6+
  Von einer Terrasse rechts unterhalb der glatten Wandzone knapp rechts von Stand-R über Wändchen u. Schuppe (2R) zu einem Loch (SU). Gerade auf ein verblocktes Band (nR).
Unüblich ist mittlerweile das orig. Ende in Form einer ansteigenden Rechtsquerung z.G.
  Detail
Tourenlaenge:  13m
Ringe:  3+ AR
davon nachträglich:  1
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  V+, A0
Erstbegeher:  
Datum :  23.5.1963
3 Kommentare 3 Kommentare
"...die zweite Seillänge ist deutlich schwerer als die Erste." (H.-P. 2009) kann ich so gar nicht nachvollziehen. Okay, ich bin jetzt nicht DER Rissspezialist, so dass mich das Sicherungen Legen (im Riss hätt' ich gerne 'nen zweiten 3er Cam gehabt) recht fordert. Die zweite Länge hat m.E. nur eine schwierigere Stelle direkt am 1.R, die für 6+ recht gängig ist. Das Ambiente der 2.SL ist in jedem Fall die Wucht!
Die zweite SL wird den Begehungsspuren nach (erste SL wohl beliebt im Toprope) anscheinend weniger oft gemacht, sind daber richig tolle Züge dabei.
...die zweite Seillänge ist deutlich schwerer als die Erste. Die Absicherung ist im unteren Teil mit Friends problemlos. Im oberen Teil stecken zwei Ringe. Zum Einstieg der zweiten Länge kann man auch hinlaufen um sie zu klettern.