Dieser Fels steht aktuell auf der Sperrliste !
maximale Höhe: 45m

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In etwa unterhalb der "Uli" und etwa 20 m oberhalb der Sitzgruppe war heute eine Ansammlung von (vermutlich) Eichen-Prozzessionsspinner, rechts vom Wanderweg auf Kniehöhe... also besser Abstand halten!

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Vom Sportplatz in wenigen Minuten nach Osten

Bundenthaler Turm Südwand
Ostwand 6-
  An der SO-Kante zu Band, rechts in der O-Wand an Riss (Hf) zum O-Grat und über ihn (nR) z. OG.
  Detail
Ringe:  1
davon nachträglich:  0
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  IV+, A0
Erstbegeher:  Fred Frey
 Emil Gessner
 Erwin Gessner
 
Datum :  3.6.1935
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OG: Rechte Südwand
  Von rechts auf Band und über Handriss (h) zum Ostgrat. Wie dieser z.G.
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Ringe:  1
davon nachträglich:  
sonst. Absicherung:  2 S
technische Bewertung:  V, A1
Erstbegeher:  Robert Preisser
 Hans Laub
 
Datum :  23.5.1970
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OG: Linke Südwand 6
  Mit "Rechten Kamineinstieg von Süden" beginnen und dann nach rechts (Cam #0.5) auf Band. Jetzt an Rissspur (R), zuletzt an Faustriss zum oberen O-Grat (R) und weiter z. AR u.G.
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Tourenlaenge:  32m
Ringe:  1+ AR
davon nachträglich:  
sonst. Absicherung:  1 S
technische Bewertung:  V, A1
Erstbegeher:  Hans Laub
 Inge Schlager
 Fred Frey
 
Datum :  19.5.1956
4 Kommentare 4 Kommentare
Selbst im Nachstieg hart für 6! Die Direttissima empfand ich als leichter. Respekt an meinen Vorsteiger! Vom Podest weg wirds knackig bis zum Ring und da vorher ne Sicherung unter zu bringen ist nicht einfach. Dieser Part ist aber dennoch schön und auch schwer... Obenraus wirds dann leichter und wäre durchaus Genuss, allerdings ist es da doch sehr brüchig und man muss schon aufpassen was man wie anpackt. Insgesamt eine schöne Tour und der Vorsteiger sollte den Grad souverän beherrschen und sich auch im brüchigen Gelände zu helfen wissen...
Bekam heute drei Begehungen und nichts fiel herunter!
Der von Sebastian erwähnte Schlaghaken wurde mittlerweile durch eine franz. Öse ersetzt.
Eine der eher selten begangenen Touren am Brocken welche einen gewissen Anspruch an seine Begeher stellt. Potenziellen Wiederholern sei wärmstens empfohlen während der Begehung den Einstiegsbereich (dieser ist identisch mit dem des "Normalwegs") großräumig abzusperren und dem Sicherer einen Helm zu verpassen. Zur Tour selbst: Gleich zu Anfang vom "Rechten Kamineinstieg von Süden" hinauf zum Podest etwas aufpassen, da hier sowohl die Sicherung als auch die Felsqualität eher mäßig ist. Auf dem Podest angekommen, bietet es sich an in den Riss einen Friend zu schieben, und direkt darüber gleich noch einen Keil. Jetzt steil bergan in Richtung des einzigen (Schlag-) Haken. Dieser macht durchaus einen recht soliden Eindruck, so dass man moralisch gestärkt durch die sehr schöne - hat fast schon was von Elbsandstein - Wand zum nächsten Absatz klettern kann. Weitere Sicherungen können hier angebracht werden - wer sucht findet auch eine recht solide Sanduhr. Leider folgt darauf ein recht brüchiger (aber leichterer) Teil - also besser nochmal vergewissern dass am Wandfuß gerade kein Menschenauflauf ist und auf Samtpfoten zum Gipfel schleichen.
Normalweg 2
  Von N (oft feucht) oder besser südseitig in den "Grund" des mächtigen Kamins und hoch (Fr #3, Fr #1.5) zu Podest (Stand-nR). Nord- oder südseitig in kl.Scharte und über kurze Stufe auf den Grat (Stand-nR). Nordseitig ein Türmchen umgehend weiter z. Gipfelkopf und Kreuz.
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Ringe:  2
davon nachträglich:  2
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  
Erstbegeher:  Rudolf Scholl
 Karl Mugler
 
Datum :  2.6.1904
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www.morchel.org/die-klassiker/brocken-nw/
Weg kann mit 50 m Einfachseil problemlos begangen werden, Stand im Grund des Kamins durch Klemmblock möglich. Abseilen vom 1. R ebenfalls möglich, Seil reicht im Doppelstrang auf der Nordseite genau bis zum Boden.
Der Weg bekam gestern die möglicherweise erste afghanische Begehung.
Es sind Gott sei dank keine Pfeile mehr da!
Sind die immer noch da die Pfeile ? Als ich die sah dachte ich mir: Aha, Klettern für Bekloppte !
Ist es denn nötig, in einem gut gängigen IIer die ganzen Griffe (in einem Stemmkamin!) mit kleinen, weißen Pfeilen zu markieren? Tickmarks 2.0? V.a. da in den Kamin eh kaum regen kommt. Ist auch echt blöd, wenn es in der Pfalz immer nur die Rote Tour gibt, wie soll man denn da die Griffe finden (manchmal gibts allerdings auch weiße). Quo vadis Natursport Felsklettern?
von süden aus, wirklich schöner und einfacher weg zum gipfel. lässt sich ausreichend absichern und am besten in zwei seillängen wegen der seilreibung genießen.
Von Norden in den kamin taugt nix. Zwar gefühlt noch leichter als von Süden, dafür aber recht keimig.
Geht von Süden aus auch in einer langen SL z.G. Schöner Kamin.
Nach der 2. Sl sitzt ein Standring
  V: Rechter Kamineinstieg von Süden 2
 
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Ringe:  0
davon nachträglich:  
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  
Erstbegeher:  
Datum :  
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  V: Rechte Kaminwand 4
  Vom Stand im Kamingrund in der westseitigen Kaminwand rechtshaltend empor (nH) zu den nordseitigen Stufen über der engen Stelle
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Ringe:  1
davon nachträglich:  1
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  
Erstbegeher:  Udo Daigger
 Max Fahrer
 
Datum :  16.6.1957
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Direttissima 6
  6m links vom "Normalweg" an offenem Riss 4m empor, kurz nach rechts und über Riss (R) zu dessen Ende (R). Linkerhand über abdrängende Waben (R) gerade hinauf (2R) zu weiterem Riss und an dessen Ende (R) rechts- oder linkshaltend z. Gipfelgrat (jeweils Stand-nR).
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Ringe:  6
davon nachträglich:  
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  VI-, A0
Erstbegeher:  Hans Laub
 Fred Frey
 
Datum :  9.6.1956
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Sehr schöne lange Tour und auch sehr abwechslungsreich, hat im Nachstieg wirklich spaß gemacht. Das schwierigste empfand ich die leicht überhändenden Waben, da man erstmal bisschen nach den richtigen Henkeln suchen muss. Da hängt man dann bisschen in den Armen. Absolut empfehlenswert!
Top-Tour!!! Pfalz-Gewänd von seiner schönsten Seite: Zweierlei Riss, Reibung, Waben, laaang, bissl moralisch (unten), mobil gut zu ergänzen, einige Ringe, fast schon monumental. Klare Empfehlung!
Das schwierigste war für mich den Einstiegsriss zu überwinden. Dieser ist aber mit Cam 1 und Cam 3 top zu sichern. Danach geht noch ein Rock, der Größe 6 zum 1. Ring. Nach dem ersten Ring geht nochmal Cam 3, ein Cam 3.5; ein Cam 1 (in Lettenloch) und Rock 4. Auf dem Weg zum 4. Ring kann noch eine Sanduhr gefädelt werden. Sehr zu empfehlender Anstieg.
Ein Camalot 0.75 ist gut für den Start am Einstiegsriss!
Tanzverbot 7-/7
  Beginnend wie "Diretissima", dann aber gerade weiter den R folgend z.AR
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Ringe:  6+ AR
davon nachträglich:  
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  
Erstbegeher:  Steffen Krug
 
Datum :  2012
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Zum ersten Ring etwas aufpassen, sonst gar nicht so schlecht.
Subjektive Gefahr 7-/7
  Einstieg links eines Vermessungspunktes, wo man über geneigteres Gelände unter eine Überhang gelang (nR). An Rissspur hinauf (3nR) und über Waben (2SU) z. AR (unter Überhang).
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Ringe:  4+ AR
davon nachträglich:  4
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  
Erstbegeher:  Steffen Krug
 
Datum :  2012
2 Kommentare 2 Kommentare
Offensichtlich hat der gute Steffen seine eigene Tour nacherschlossen und am Überhang und nach der Rissspur je einen nR gesetzt. Damit dürfte sich meine Psychiater-Couch-Schilderung von 2012 relativiert haben ...
Der Routenname zeugt von subtiler Ironie - eindrucksvolle Abenteuertour, die der Uli und der Schwarzen Wand durchaus ebenbürdig ist. Die ständig lauernden objektiven Gefahren lassen eine objektive Schwierigkeitsbewertung schwierig erscheinen. 7- sollte definitiv nicht die subjektive Obergrenze darstellen! Riss und Platte sind objektiv interessant, subjektiv aufgrund der zweifelhaften Sicherungspunkte jedoch der blanke Horror. Am Überhang unten und auf der Strecke zwischen der Sanduhren (an denen man auch keine Elefanten abseilen möchte) bröselt es ordentlich. Ich war insgesamt reichlich bedient.
Uli 7-
  Einstieg links eines Vermessungspunktes, wo man über geneigteres Gelände linkshaltend (Cam #2) zu sandigen Waben gelangt (nR). Gerade hinauf (R, Cam #0.75, nR) zu Wabenfels (nR) und gerade z. nAR (unter Überhang).
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Ringe:  4
davon nachträglich:  3
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  
Erstbegeher:  Erich Schunk
 Richard Mühe
 
Datum :  24.10.1976
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Durch die nR deutlich entspannt (leider vorher nicht geklettert), wenn es nicht kecksig wäre, ein schöner Weg...aber 2 nR hätten es auch getan...
Bis zum nAR gute Kletterei - neben dem Tanzverbot die beste in diesem Bereich und inzwischen wieder erträglich sauber. War mit drei Sanduhren, einem mittleren Friend und dem Original-Ring (ausgebohrt und saniert) durchaus kletterbar.Meiner Meinung nach hätte es 1 nR (der nach dem alten) auch getan. Wenn wir weiter solche Maßstäbe an Nacherschließungen anlegen, sind die wenigen echten Abenteuerrouten der Pfalz bald Geschichte.
  V: Direktvariante 6+
  ...Ausstieg
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Ringe:  0
davon nachträglich:  
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  
Erstbegeher:  Thomas Nöltner
 Elmar Hasselwander
 
Datum :  28.4.1977
1 Kommentare 1 Kommentare
Das Dach ist keksig, konnte aber gestern nicht geputzt werden. Weiter zum Gipfel deutlich leichter, aber weiterhin sehr dreckig. Vor dem Ausstiegsspalt liegt nochmal ein guter 0er Friend, dem erwiesenermaßen einiges zugemutet werden kann ...
Kleine Winde 6+
  Vom Einstieg von "Großer Südriss direkt" aus rechtshaltend (Fr 0.5) zu Waben mit Rissansatz (mittl. Rocks) und 1.R. Jetzt gerade den R folgend z AR (unter Überhang).
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Ringe:  5+ AR
davon nachträglich:  
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  
Erstbegeher:  Steffen Krug
 
Datum :  2012
4 Kommentare 4 Kommentare
S.-Grad angepasst
Insgesamt für den angegebenen Grad anhaltend fordernde Kletterei. Kleinere Klemmgeräte (CAM 0.5 & 0.75) bilden eine psychische Stütze zum ersten Ring. Unten und oben sandig, in der Mitte geringfügig fester was auf der gesamten Länge gefühlvolles Greifen und konzentrierte Fußarbeit erfordert. Die Position des Umlenkers zeugt aus meiner Sicht von einem gewissen Vertrauensvorschuß für das umliegende Gestein...
Klasse Tour, aber kann mich den Vorgängerkommentaren bezüglich der Bewertung nur anschließen.. Für mich auch 7-
Die Farbgebung als "lohnend" kann ich nicht recht nachvollziehen.
Großer Südriss direkt 5+/6-
  In Südwandmitte durch auffallenden, tief eingeschnittenen Riss ca. 20m hinauf zu R unterm Dach u. am Beginn einer kurzen Verschneidung [R. Scheiber, F. Frey; orig. hierher s. "Gr. Südriss - Originaleinstieg"]. Ihr folgend und linkshaltend zu abschüssigem Band (nR; evtl. Stand).
Einem Hand-, dann Faustriss folgend z.G.
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Ringe:  2
davon nachträglich:  1
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  
Erstbegeher:  Rudi Scheiber
 Fred Frey
 bzw.:
 Fred Frey
 A. Acuntius
 
Datum :  6.7.1938
5 Kommentare 5 Kommentare
Eine klasse Tour! Glatt 5 kann ich allerdings nicht teilen... Ich kenn den Stuhl-NW nicht und keine Ahnung, ob der schwerer ist ( vielleicht gehört der einfach aufgewertet? ). Für mich passt 6-. Die Hauptschwierigkeit ist wohl in den abdrängenden Riss reinzukommen und sich danach an den runden Wulsten aufzurichten. Absichern lässt sich der Riss sehr gut. Gerade so 5+ Kletterer würde ich aber abraten, da mal eben so einzusteigen... Könnte eng werden...
Nachtrag: Wenn man die Bewertung von anderen Rissrouten der Felsgruppe als Maßstab nimmt, dann eher fünf, da auch nicht schwerer als der "westliche Nordriss" am gleichen Fels, aber leichter als der Stuhl-NW (und der ist "nur" 5+).
Wunderschöne klassische Pfalzkletterei. Oft klemmt die Hand super, was es sehr angenehm macht. Oben raus (also dann schon im Südriss) toll strukturierter Fels. Mit Cams bis 3 und Keilen sehr gut absicherbar. Absolute Empfehlung.
Traumtour! Keine fiesen Stellen und gut abzusichern. Es gibt schwerere Riss-Sechser in der Pfalz...
2001: Kletterer stürzt beim Vorstieg in seine Sicherung, die wird herausgerissen und er schlägt mit dem Kopf auf einen Baumstumpf auf. Er stirbt an seinen Verletzungen.
Großer Südriss - Originaleinstieg 5+
  Mit "Großer Südriss direkt" beginnen und linkshaltend in die gr.Verschneidung, die unter einem Rissdach endet (R).
Orig. geklettert mit Rechtsquergang zum 1.R von "Großer Südriss direkt".
  Detail
Ringe:  1
davon nachträglich:  0
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  
Erstbegeher:  Fred Frey
 A. Acuntius
 
Datum :  2.8.1937
1 Kommentare 1 Kommentare
Die Beschreibung sollte eigentlich verifiziert werden: Wenige Meter links des Direkteinstiegs durch die markante Verschneidung bis unter ein Rissdach (siehe "Hächerdach"). Nach rechts in Rissverschneidung und diese zu Band (nR; evtl. Stand). Dem Riss folgend z.G. Dies ist der originale "Große Südriss". Die (heute übliche) Direktvariante ksm erst ein Jahr später dazu
  V: Hächerdach 7-
  Vom R gerade über Rissdach (gr. Hex) zu abschüssigem Band (Baum-S). Dem Riss weiter folgen (Fr #3.5, Rock #9), zuletzt in mürbem Gestein und den Gipfelblock links umgehen z.G.
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Ringe:  0
davon nachträglich:  
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  
Erstbegeher:  Thomas Nöltner
 Richard Mühe
 
Datum :  16.9.1975
2 Kommentare 2 Kommentare
Vom "ringwertigen" Rock in mehr etwa 30m Höhe ist der letzte R im Gr. Südriss nur 3m rechts entfernt. Dort kann man bei Bedarf recht gut z.B. umlenken (und so den Ausstieg-Brösel vermeiden).
Hier ist er: Der erste (untere) Siebener der Pfälzer Neuzeit,wenn ich mich nicht irre.Interessantes Rissdach.Mal schön selbst absichern!
Seilquergang 6
  Startet vom R in "Grosser Südriss - Originaleinstieg": Nach links heraus zu R unter abdrängender Wand. Leicht absteigend [orig. mittels der gleichnamigen Methodik] zu H und weiter nach links zu einer Nische (R). Den hier ansetzenden breiten Riss hinauf zu überdachtem Band (R). Weitere 4m hinauf, bis man nach rechts in einem kurzen Ausstiegsriss wechselt, der zum Gipfelgrat leitet.
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Ringe:  4
davon nachträglich:  
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  VI-, A0
Erstbegeher:  Rudi Scheiber
 Hans Laub
 Fred Frey
 
Datum :  9.5.1948
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Kaum ein Mensch klettert heute noch Mehrseillängentouren ... schon gar nicht mit Quergang. Und selbst wenn man direkt von unten über den Angstweg kommt, ist mit dem Ring am Rissbeginn Schluss. Dabei ist der Ausstieg sogar richtig hübsch, es kommt noch ein weiterer Ring und ein tolles Stückchen Handriss zum Selbstabsichern. Insgesamt eine lange, erlebnisreiche Reise zum Horizont erweitern!
Schwarze Wand 7-
 
  Detail
Ringe:  2
davon nachträglich:  
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  
Erstbegeher:  Thomas Nöltner
 Elmar Hasselwander
 
Datum :  28.4.1976
2 Kommentare 2 Kommentare
...sicher mit das Beste was an Erlebnisberichten hier in der Datenbank steht. Danke für diese großartige Geschichte - ich werde hier nie einsteigen ;D
Wenn der Kommentar [http://routen.climbing.de/more.php3?Tab=Suedpfalz&ID=2040&Massiv_ID=10&Go=more]dem Bruchpiloten so gefällt, dann also auch hier:
„Vergiss es, das ist ne E2 vom Nöltner!“. Das erste Interesse an dieser bizarr strukturierten Wand links des Südrisses hatte mein Kletterpartner damals kurz und bündig vom Tisch gewischt – zum Glück muss man wohl sagen, auch wenn ich damals wahrscheinlich gar nicht hoch genug gekommen wäre, um mir ernsthaft weh zu tun.
Na ja, irgendwann, Jahre später, musste es dann doch mal sein. Also alles an den Gurt gehängt was Sicherung verheißt und los geht’s. Ja, von wegen. Gar nichts ging los weil schon nach drei, vier Metern an dem ersten kleinen Wulst Schluss war. Als ich endlich eingesehen hatte, dass man die kurze Verschneidung wohl per Querung von rechts erreichen muss anstatt direkt von unten, fing es an zu regnen, was mir die durchaus willkommene Begründung für einen halbwegs ehrenhaften Rückzug lieferte.
Ein weiteres Jahr später dann der nächste Anlauf. Inzwischen hatte ein Blick in den einzig wahren Kraus-Topoführer bestätigt, dass die Route tatsächlich von rechts einquert. Das sollte ja möglich sein, das Gelände sieht relativ harmlos aus, aber leider trügt der Eindruck. Verblüffend, wie bröselig-sandig so flacher Fels sein kann. Man schwindelt sich links aufwärts mit unter den Füßen sich auflösenden Tritten und hat die Wahl zwischen sicherungstechnischer Nulllösung und der Chance, nicht nur mitsamt einem Friend sondern auch gleich mit der zugehörigen Schuppe in die Brombeeren abzutauchen.
Aber kaum hat man die Verschneidung erreicht, sieht die Welt schon wieder erfreulicher aus und der vertrauenerweckend dimensionierte Ring wird in einigermaßen handelsüblicher Kletterei erreicht.
Nun kommt der eigentliche spannende Teil, der äußerst konzentriertes und zugleich zartfühlendes Klettern trotz deutlich zunehmender Steilheit erfordert. Immerhin findet sich noch vor dem markanten Wabenüberhang eine Sicherungsmöglichkeit, bei der es mich nicht allzusehr wundern würde wenn sie hält. Dort steht man auch noch mal bequem und dann geht es los: Drei Viertel der Griffe und 90 % der Tritte sollte man tunlichst bei der Bewegungsplanung aussortieren und den Rest immer schön gleichmäßig belasten. Ein Zug rauf, gründlich umschauen, wieder runter, ruhen. Zwei Züge rauf, gründlich umschauen, wieder runter, ruhen. Drei Züge rauf... o.k., ich erspare es euch und mir... am Ende hing ich jedenfalls an kleinen Auflegern über dem Wulst während die Füße noch im überhängenden Sandkasten rührten und konnte partout nicht mehr die in Reichweite mich angrinsende Sanduhr greifen. Also mit schwindenden Kräften alles wieder zurück, abbauen, Rückzug, aber die Gewissheit, dass es geht.
Letzter Anlauf: Die Sicherungsfrau mit Helm versehen, die Kinder mit Hängematte und Schokolade vom Wandfuß weggelockt und los.
Irgendwie hatte ich inzwischen verdrängt wie viele hinterlistig angebappte Sandbatzen und Filigranscherben da im Überhang drapiert sind, aber mit der bewährten auf-und-ab-Methode lässt sich das auch diesmal entschlüsseln. Schließlich der Zug zur Sanduhr (oh Gott ist die dünn), das Wälzen über den Überhang (bloß keinen Gedanken an die B-Note verschwenden) und am Ende das erleichterte Aufrichten darüber. Die restlichen Meter zum zweiten Ring sind von akzeptabler Konsistenz, so dass man geneigt ist, schon aufzuatmen. Dies wäre aber deutlich zu früh.
Bevor der Server aufgrund meiner epischen Breite in die Knie geht, will ich den Rest kurz zusammenfassen: Gerade oder links vom Ring geht gar nichts, etwas rechts, der Riss, geht zunächst, aber leider nur ein paar Meter, dann hört alles auf. Irgendwann stand ich weit, weit oben auf einer knirschenden Schuppe, die Finger der einen Hand auf eine krümelnde Leiste gekrampft und versuchte, mit der zweiten Fußspitze meinen Weg durch den senkrechten Flechtenurwald nach links in die rettende Rinne freizuscharren, während die andere Hand das um vier Ecken reibende Seil nachzerrte. Gefühlte Stunden später ein breites Band, ein Stand. Noch später dann vergleichsweise harmloses begrüntes Knäckebrot bis zum Gipfelkreuz, Sonne, Aussicht, breites Grinsen im Gesicht und Staunen über die Tatsache, eine Frau zu haben, die mich nicht nur bei sowas sichert sondern auch noch hinterhersteigt und sich danach nicht von mir scheiden lässt..

Also liebe Aspiranten: Im Moment sind mindestens 5-6 essentielle Tritte temporär geputzt und wenn ich das mehrfache plötzliche Straffen des Seil beim Nachsichern kombiniert mit dumpfen Einschlaggeräuschen am Wandfuß richtig interpretiert habe, dürfte auch schon wieder etwas weniger Bruch vorhanden sein. Aber sagt nicht hinterher, ich hätte euch nicht gewarnt...
Angstweg 6/6+
  Rechts der "Götterverschneidung" an kurzer Rissverschneidung auf Podest. Rechtshaltend (R) zu Querriss. Gerade (R) hinauf, dann leicht linkshaltend (gr. Fr, R, SU) zum "Seilquergang" (AR) - der noch drangehängt werden kann.
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Ringe:  3+ AR
davon nachträglich:  3
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  
Erstbegeher:  Jörg Brutscher
 Andree Hessler
 
Datum :  25.5.1989
6 Kommentare 6 Kommentare
Der gebleite Gerüstösenschrott wurden 2009 saniert.
Kletterer stürzt über 3. Ring und bricht sich vermutlich eine Rippe beim Einschlag in die Wand...
Bis zum Standring des Quergangs 3 Ringe + Stelle für C4 4 am Anfang und am Ende eine Sanduhr...
Ich beantworte meine Frage selber: weil man die Tour nur zum Teil Toprope klettern kann
Abseiler im Ausstieg wäre hilfreich, würde den bei Zustimmung auch setzen...nicht für Toprope geeignet da Seil > 80 m nötig
Warum wird das nicht öfters geklettert - wg dem Namens?
Was einen erwartet: 1SL: großgriffige Kletterei (leider zum Teil etwas sandig) bis hin zum Dach (technisch sicher einfacher als die Götterverschneidung) mit relativ großen Ringabständen und wenigen zusätzlichen Sicherungsmöglichkeiten. 2SL (=Seilquergang): vom Schulterriss (auf Wand kletterbar) zum Handriss zum Faustriss, leider insgesamt flechtig und einige Brombeeren, aber kletterbar, noch 1 Ring und jede Menge Positionen für mobile Sicherungen, aber leider kein "Abseiler" in der Nähe des Ausstiegs.
Also: mit einem kompletten Set von C4 0.3 bis C4 4 relativ gut sicherbar und mit langen Schlingen in einer Sl (ca. 40m) kletterbar - anstrengend...
Dampfhammerriss
 
  Detail
Ringe:  3
davon nachträglich:  
sonst. Absicherung:  mS
technische Bewertung:  V+, A1
Erstbegeher:  Lothar Brückner
 Wolfgang Gräder
 
Datum :  25.8.1973
2 Kommentare 2 Kommentare
Originaler GB-Eintrag:
"Einstieg 5 Meter rechts der Götterverschneidung. Auf einen Absatz über Platten unter überhängenden Riß. Durch die überhängende Wand-Zone (Knoten) zu Doppelhaken. Über kleinen Vorsprung leicht rechts haltend in Schulterriß. In ihm 5m hinauf [?am?] Ringhaken. Kurzer Quergang nach rechts zum Ausstiegsriß des Seilquergang-Weges. (3 Haken, davon 1 Doppelhaken, 3 Knoten)".
Nach meiner Meinung unkletterbar. Im Toprope habe ich einen Versuch gemacht, war dann auch irgendwann oben, jedoch etliche Felsstrukturen unten. Keine Ahnung, wo der Erstbegeher die Ks anbrachte, die drei Haken findet man, wenn das schlimmste vorbei ist.
Götterverschneidung 6+/7-
  Im linken Wandteil dem unten breiten, dann zunehmend abdrängenden Riss folgend (evtl. Stand in Erker) zur Westschulter.
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Ringe:  7
davon nachträglich:  -3
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  VI-, A1
Erstbegeher:  Gebhard Pfersdorf
 Karl Briesach
 
Datum :  3.7.1951
5 Kommentare 5 Kommentare
Eine der schönsten Klassiker der Pfalz in diesem Schwierigkeitsgrad. Wer am letzten Ring umlenkt, läßt einen schweren Zug aus.
Geht eher in Richtung Referenz 6+, imho schwerer im Vergleich zum Hans...auch schwerer wie die Uli...
Der Ring oben am Ausstieg ist jetzt weg - und es war gut, dass ich den gezogen habe (Bild kann ich ins Forum stellen)! Wer jetzt noch über die Tour "umlenken" will braucht eine 1,80er oder längere Schlinge, um den "guten" R oben überm abdrängenden Grataufschwung bis vor die Kante zu verlängern.
Fremdmedlung: Ring "ganz oben" (ich nehme an auf'm) Gipfelgrat soll defekt sein...
Ein Camalot 3.0 oder 3.5 ist nach den ersten 5 Metern gut im Riß zu legen.
Hans guck in die Luft 7
  Links der "Götterverschneidung" über Wandstelle (nR - nachträglich als dir. Einstieg konzipiert) zu steiler Wabenwand. Den R folgend, oben sehr abdrängend, aber kellig zu AR (unter dem Abschlussüberhang).
  Detail
Ringe:  7+ AR
davon nachträglich:  1
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  
Erstbegeher:  Peter Lischer
 Thomas Wolf
 
Datum :  14.12.1986
7 Kommentare 7 Kommentare
Ring ist jetzt gut zu klippen, geht nun entspannter...Finde aber die Tour leichter als die Götterverschneidung...7 passt denke ich, bin auch eher kleiner...Strom hilft halt...
Kauft euch mal eine Akku-Flex . Das mit einem Riesenkiesel zugeklebte Loch des alten Ringes sieht wirklich beschissen aus..
Der 2.R sitzt jetzt so, dass er gut vom Bändchen aus geklippt werden kann (Beschluss des SanSi-Treffens letzten Herbst).
Beim Klippen des 2.R darf nichts schief gehen. Wenn da etwas wegbricht endet das Ganze auf dem Boden. Die von Alex angesprochene seitliche Sicherung (das ist ja keine Schwebe) wird idR nicht gesehen/genutzt. Man sollte im SanSi mal über einen zusätzlichen R nachdenken
7+ ist es aber nur für Kleine.
heute 7+, klare blumentour. oft geklettert, ich kenn sie schon nach der erstbegehung durch peter und sie hat sich im lauf der zeit immer bisschen verändert. über den direkteinstieg kann man auf höhe des bands links schwebe bauen mit cam 1 und langer schlinge. dadurch wirds nicht mehr so windig zum 2.ten ring
original wurde von links übers Band eingequert.Der jetzige 1.R stammt aus einer "Direkteinstiegsvariante"
Pornostar 9-
  Links von "Südwestkante" und vom 1.R der "La Cubera" aus rechts durch Wand den R folgend z. AR von "Hans Guck in die Luft". Gerade über R z.G.
  Detail
Ringe:  7+ AR
davon nachträglich:  
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  
Erstbegeher:  Jens Richter
 
Datum :  15.9.2003
5 Kommentare 5 Kommentare
Mit Sprung ist mir die Crux sogar deutlich leichter gefallen als rechts rum, bzw. direkt und ohne Sprung. Hat mit 8a meiner Meinung nach nichts zu tun. Fand den Sprung in Tuxedomon bspw. heftiger.
mit 2m rechtsschleife an der bruchstelle, passt 9- ganz gut, superdirekt mit sprung dürfte im bereich 8a liegen.
imo keine Definitionssache (jedenfalls nicht vor 2 Jahren). Definitiv sagen kann man, dass man mit 1.70 dann doch vollkommen überstreckt in der Schlüsselstelle steht - und ja, man könnte das - so "direkt" geklettert - ruhigen Gewissens aufwerten....
Ist Definitionssache, wie weit rechts man geht. Je nachdem dann auch leichter als 9-. Ist wohl so gedacht, dass man die Griffe vom Hans... nicht mitbenutzt. Direkt aber auch schwerer als 9- (Daniel hat's wohl geklettert).
Ist an der Sclüsselstelle was ausgebrochen oder macht die Tour dort eine deutliche Rechtsschleife ?
Südwestkante 7
  Rechts der SW-Kante an feinem geschlossenem Riss (oft nass und dornig) ganz empor, dann schräg links über Wabenwand (SU) zur SW-Kante. Links der Kante (R) an feinen, gebogenen Riss empor, dann nach rechts und brüchige Kante z.Band u. gerade empor zur Westschulter.
  Detail
Ringe:  2
davon nachträglich:  1
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  
Erstbegeher:  Thomas Nöltner
 Elmar Hasselwander
 
Datum :  6.5.1977
5 Kommentare 5 Kommentare
Bin dann heute mal (scheinbar Hitze-geschädigt) eine nicht so schlechte, an sich offensichtliche Kombi geklettert: "Pornostar" bis über den 3.R, dann nach links (besser unten bleiben als zu hoch), über den "neuen" R und weiter gerade empor, dann einen Schritt nach links und die "Abseilwand" (letzter R) aussteigen. Die schweren Stellen sind m.E. unten, insg. etwa 8- (wenn man bei der Hitze überhaupt was halbwegs treffend bewerten kann..), oben ein wenig moralisch.
Saniert.
... und zwar bitte genau den jetzt fehlenden, an geeigneter Stelle.
@ Alex, wenn der letzte Haken jetzt fehlt, sollte man ihn wieder ein- oder durch einen Ring ersetzen
...der letzte geschlagene Haken hat, nach unfreiwilliger Testbelastung mit meinem eigenen Körper, dem ganzen nicht standgehalten und fehlt nun.