Auswahl: Klassiker im 3. Schwierigkeitsgrad:

Hundsfels Nordwand Normalweg aka Byzantinerweg 3-
  Unterhalb der SW-Kante an einem zuerst diagonalen Risssystem zu Durchschlupf hinter dem den Mittelteil der W-Wand bildenden Pfeiler (Stand; nR).
Nordseitig - teils kriechend, durchaus originell - über ein überdachtes Band (Hex #7, dort wo die "Nordwand" abzweigt, sowie nR einer anderen Route, hier evtl. Stand) bis zu tiefem Riss (SU; evtl.Stand). Durch ihn zu einem Felsenfenster (nR südseitig; evtl. Stand) und über knirpelige Wand (z.B. Fr #1.5) auf den oberen O-Grat (nR). Linkshaltend in der Südseite oder direkt über den O-Grat z.G.
  Detail
Ringe:  4
davon nachträglich:  4
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  
Erstbegeher:  Rudolf Scholl
 und Gef.
 
Datum :  5.7.1904
12 Kommentare 12 Kommentare
www.morchel.org/die-klassiker/byzantinerweg/
Na das ist mal ne super Idee von unserem Chemie-Doktor. Die Plakette spendiere ich gerne....dann weiß ich jetzt auch endlich, was ich mit den ganzen abgeschraubten Verbotsschildern von den Elsässer Top-Türmen bzw. deren Rückseiten anstelle.... ;-)
Wo die SU ist wurde von Edi beschrieben. Evtl. sollte man ein Plakette anbringen mit einem kleinen Pfeil: "Hier Sanduhr"...
Bin das gestern auch mal wieder nach Jahren "gekrochen". Nen Normalhaken habe ich im Kriechband keinen gesehen. Aber Fr. 3 sitzt nach der Hälfte der Kriechstrecke ganz gut. Dann noch den R und einen 2er Fr. bis zum Ende des Quergangs. Die "ringwertige" SU hab ich anscheinend auch übersehen, dafür mit Fr. 1,5 und 0,5 einen netten Stand in der "Höhle" gebastelt. Auf den Stand im Durchgang zur "Alten Südwand" kann man getrost verzichten.
@ Doc und Seb: Habt Ihr eigentlich schon mal darüber nachgedacht, das Kriechband in Missionarsstellung zu bewältigen (also wenn`s nicht grad so voll is dort)? Da könnte der Obenliegende schauen, wohin die Reise geht und der Untenliegende Spinnweben entfernen und Friends schieben. Klettert sich mit Sicherheit nicht einfacher als normal, aber bei entsprechend abgestimmtem Rhythmus wäre ein Herausfallen ausgeschlossen und die Route könnte - sofern sich das allgemein durchsetzen sollte - endlich wieder auf 2+ abgewertet werden.
Nachträglicher Standring nach dem Quergang wurde auf der Sansi-Sitzung vom 09.11.12 abgelehnt, da direkt am Ende des Querganges an der kleinen Höhlung (auf Augenhöhe wenn man kriecht) eine ringwertige Sanduhr ist. Habe sie heute mal nachgemessen: 90 cm Umfang, also lange Schlinge nicht vergessen.
Das Kriechband geht auf dem Rücken liegend deutlich einfacher als anders herum - leider sieht man dann nur sehr schwer wo man hin "klettert". Vor dem Ende sollte man sich dann auch auf den Bauch drehen.
Standring am Ende des Quergangs erwünscht? a) wie Edi schrieb Stand an beliebig viel Friends oder b) Augen auf und die ~30 cm dicke ringwertige Sanduhr nehmen...
Größtenteils regensicher.
Man kann am Ende des Kriechbands Stand an beliebig vielen Friends und einer SU(unten rechts) machen. Alternativ auch am Ring auf dem Kriechband.
...Klasse Tour. Ein Standring nach dem Quergang wäre mehr als wünschenswert, würde die Sicherheit erhöhen und Staus vermeiden. Der Seilschaft vor mir ist wegen des Seilzuges hier der "Wander"-Friend herausgefallen!
...lange, robuste Kleidung ist pflicht.
Stephanstürme Obere Südostseite Westgrat 3
  Aus der Scharte zwischen den beiden Türmen (Stand-R) rechtshaltend empor unter herausstehende Felsscholle und eher linkshaltend hinauf. Rechtshaltend zu Bäumchens und an dessen Wurzeln auf kl. Absatz (nR). Kurz links, dann rechtshaltend zu schmaler Rissverschneidung. In ihr zum Plateau südwestl. vom Gipfelkopf (Stand-R).
  Detail
Ringe:  1
davon nachträglich:  1
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  
Erstbegeher:  
Datum :  
7 Kommentare 7 Kommentare
Plattenstelle über R bei Absätzchen ist nicht ohne, zumal sie quasi ungesichert überwunden werden muss. Ist auch schwuppdiwupp keine UIAA III mehr, wenn man nicht den optimalen Weg findet. Aber wie auch immer: Tolles Ambiente!
Geht problemlos in einer Seilänge. Schlinge für den Baum, danach kommt schon gleich der Ring. Dann in der Verschneidung noch ein oder zwei Keile und der Drops ist gelutscht. Insgesamt, trotz des nicht ganz so festen Gesteins, lohnend. Abgeseilt wird natürlich weiter hinten und nicht über den liegenden Ring. Warum der Abseilring nicht eine Etage höher sitzt, so daß man quasi im Stehen einhängen kann und nicht an der Kante rumturnen muss, entzieht sich allerdings meiner Logik.
Netter leichter Weg. Man kann ein paar kleine Friends verbauen und der Fels wird nach dem Zwischenstandring (dort Stand zu machen in Bezug auf Seilverlauf und Kletterlänge ziemlich unsinnig) immer besser.
Es ist ein liegender Ring damit NICHT über den Westgrat abgeseilt wird!
Nunja man kann ja den Abseiler überm NW aufm Gipfel nehmen. Ich finde es gut, das ein guter alter Pfalzring reingemacht wurde, die sind topropeunfreundlicher und schauen gut aus. Dass man Seile an liegenden Pfalzringen schlecht abziehen kann (vorallem wenn man noch am falschem Ende zieht) sollte ja wohl bekannt sein...
Schöne Tour. Am besten in einer Seillänge machen.(1.nR verlängern! oder auslassen und dafür Fr)
Zur Entlastung der Bäume wurde an den 2 Zwischenständen je ein R gesetzt. (vergl. Sitzung Okt 07)
Hochstein - Nadel & Turm - Südseite Normalweg 3
  Durch den südseitig von der Scharte herabziehenden Riss (eine abdrängende Stelle kann links umgangen werden) zu einer Nische (nR, evtl. Stand). Weiter im Riss zu Absatz mit Blöcken. Noch 2m im Riss, dann in der rechten Wand zur Scharte (nR). Erst spreizend, dann an der Kante z.G.
  Detail
Ringe:  2+ AR
davon nachträglich:  2
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  
Erstbegeher:  Jakob Otto
 Georg Weinacht
 Otto Harter
 
Datum :  17.7.1918
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Beschreibung der Erstbegeher aus dem alten GB:
"16. Besteigung, 17. Juli 1918, Erste Ersteigung aus dem Wald über die Südwand.
Einstieg in der Falllinie der Schlucht zwischen nadel- und Hochsteingrat. Durch den rechten Riss hoch in das erste kleine Loch. Weiter hoch an der Wand in das grosse Loch. Nun direkt an der Wand hoch, den linken Riss etwas benützend, in die Schlucht. An der Felskante links hoch und zum Gipfel. Schöne Felstour in festem Gestein."
Deutlich schwerer wenn über über die linke Wand geklettert.
Der Ring an der Kante ist für Kleine auch mit Panik-Exe nur schwer zu erreichen.
Bez. des losen Blockes hatten mich in den letzten Monaten einige Anfragen erreicht - nicht zu vergessen das glaubhaft geschilderte Herzflattern eines solokletternden "Touristen" namens A.Kubin. Und da dies ja ein durchaus frequentierter Aufstieg ist war ich heute nochmal nachschauen. Das Resultat meines Besuches findet sich am Wandfuss! Leider reichte meine Leine nicht bis ganz nach unten, sodaß die Meter zum 1.R in den nächsten Tagen noch sehr sandig daherkommen werden -ab dem 1.R ist die Tour besenrein.
nach dem Überhang/Fesfenster zum Absatz ist ein großer, loser Block (links und rechts Handbreiter Riss). Letztes Jahr hing ich noch problemlos an einem versteckten Henkel an dem Block
Den Cam 0.75 konnte ich vom Block weg in der Wand unterbringen. Geht also auch gesichert.
Klettert mans vom Block nicht auf der Wand, sondern in der Verschneidung überm Felsfenster kann man sogar nochmal ne Sicherung (mittl. Fr) legen.
Mit Cam 4 zum 1. R (lang verlängern), dann Cam 0.5 (o. 0.75) zum zweiten Ring und vorm Ausstieg läßt sich noch ne SU einfangen. Dann ist es zwar nicht optimal gesichert, dafür gehts gut in einer SL. Sehr ausgelatschter Weg...
02.07.2006: Der Kletterer ist vermutlich an der leicht abdrängenden Wand kurz vor dem Kamingrund rausgeflogen und ist mit gebrochenem Oberschenkel auf dem darunterliegenden Absatz liegen geblieben. Der Verunfallte ist "nur" 3m abgestürzt.
Geierturm Südwestseite Normalweg 3+
  Knapp rechts der W-Kante an einer Schuppe 3m hinauf, nach rechts (mittl. Fr) und über Wand (mittl. Hex) zu einer Schuppe (Fr #2). Nach links in die schmale W-Wand und gerade (Fr #3.5) zu R (ev. Stand). An einliegender Kante hinauf (versteckte SU) zu einer kurzen Wandstelle (mittl. Fr) und weiter zu Band unter der Gipfelplatte und direkt z. AR u.G.
  Detail
Tourenlaenge:  28m
Ringe:  1+ AR
davon nachträglich:  
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  
Erstbegeher:  Ernst Schlemmer
 Emil Ney
 
Datum :  23.9.1909
6 Kommentare 6 Kommentare
Der Doc hat zwar recht, aber das Legen einiger Sicherungen kostet schon Kraft. Wenn man da nicht über den Dingen steht (sprich: deutlich schwerer klettern kann) könte es eng werden.
Also ich habe das heute mal wieder gemacht und der Felswart hatte bei der letzten SanSi recht. Mit offenen Augen lässt sich mit gangigem mobilem Gerät von unten bis zum Ausstieg alle drei bis vier meter eine verlässliche Sicherung in Linie anbringen. Also keineswegs der mies absicherbare Weg, wie manche meinen.
Gut in einem Rutsch machbar.
trotz einer E2 im Richter-Führer, kann man die tour ausreichend absichern. bei dem kleinen überhang die linksquerung nicht übersehen bzw. vergessen, sonst wird es deutlich schwerer. nach der linksquerung dann einfaches geklettere an teilweise versteckten, aber guten griffen. insgesamt ein schöner weg mit einer tollen aussicht. entweder stand am ring oder die sicherungen darunter ausreichend verlängern und in einem durch. abseilen über den urlaubsweg bietet sich an.
6er Tricam in beiden Seillängen sehr nützlich, ansonsten halbwegs absicherbar. Einfach zu klettern (dank einiger gehackte Griffe) - und schön.
Sehr lohnend, schon alleine wegen des Blicks auf die Geierwally.
Aber warum steht hier auf einen Ausrutscher die Todesstrafe, während mir in den Sportkletterrouten gegenüber durch reichlich Ringe jedes Risiko abgenommen wird? Hat jemand vom SANSI mal einen offenen Schädelbruch (oder mit Helm ein geschlossenes Schädelhirntrauma) oder einen akuten Querschnitt therapiert? Als Arzt (einst auch in der Neurochirurgie) fehlt mir da jedes Verständnis!
Die eingehauenen Stufen stammen aus mittelalterlicher Zeit.
Glasfelsen Neyturm SO-Seite Normalweg 3+
  Startet weit rechts oben unter der O-Kante von (ganz leicht erwanderbare) schmalem Band (aus Wurzeln einer Eiche): Kurz nach links und bei Schuppe hinauf auf ein Bändchen (mit nicht ganz solidem Block). Rechtshaltend (Fr #2.5) über die Platte in kurze, erkerhafte Verschneidung und in ihr zu bequemen überdachtem Podest (Stand-nR). Links hinaus, kurze Wand und breiter werdende Rissrinne z.G.
  Detail
Ringe:  1
davon nachträglich:  1
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  
Erstbegeher:  Emil Ney
 Ernst Schlemmer
 
Datum :  5.7.1908
3 Kommentare 3 Kommentare
Wie es wohl zu der IVer-Bewertung kam - na jedenfalls hab' ich jetzt mal daran gedreht.
Cam 0.4 zum Stand und Cam 0.4 nach dem Stand. Sehr bequemes Stand-(Band)-Bänkchen.
ganz früher steckte der Haken links um die Ecke (Schulterstand)