| Bruchpilot (2026-07-27 12:08:46) |
 | Also entweder wir ersetzen eine fixe, aber letztendlich virtuelle Schlingensicherung durch eine echte oder wir begnügen uns mit so Dingen wie Können, Selbsteinschätzung, Mut und ner Prise Glück. Ich kann mit beidem gut leben. Gewartete Schrottsanduhren finde ich dagegen vollkommen daneben. |
| sandmännchen (2026-06-15 13:55:03) |
 | hjc bringt´s auf den Punkt. Es gibt seit jeher Routen unterschiedlicher Prägung in der Pfalz. Vom Charakter einiger Wege der 70er ist durch ausgiebige nR noch ein Teil erhalten. Warum also die letzten Meter noch nivellieren? Blick in den Führer, Betrachten der Route, gesunden Menschenverstand einschalten. Gedanken wie "einen Grad mehr hab ich drauf, aber unten in dieser 7- fühle ich mich nicht wohl - lieber ein andermal, am Spirkelbacher gibt es so vieles Andere" mögen manchmal unbequem sein, sind aber zulässig. Route belassen wie sie mit 2 nR + AR ist. Der Felspate kümmert sich freundlicherweise um´s Entfernen von Dauerschlingen bevor sie morsch und modrig sind. |
| hjc (2026-06-13 10:04:01) |
 | Noch eine - hier gut zutreffendes - "Argument" zu der durchaus verbreiteten Ansicht "7- ist ja auch ein Grad, welche viele noch gut klettern können": Ja, ABER wenn 7-_E3/A4 die genauere KLassifizierung ist stimmt das mMn nur noch in den wenigsten Fällen. |
| Lilly (2026-06-12 21:28:04) |
 | Wenn Tradition und Modern-art nebeneinanderher existieren können, begrüße ich persönlich das sehr. Wenn man die Route so lässt, sollte man halt darauf achten, dass sich dort nicht wieder fixe Schlingen hin verirren. Ansonsten ist zwar der Text in der Datenbank verändert wurden (die TDB kennen aber nur Lokals), aber im aktuellen Komplett-Führer und im Auswahl-Führer wird jeweils auf 2 SU als Sicherungsmittel hingewiesen...
Aber fragen wir doch lieber mal den Erstbegeher, was er möchte. Das Sandmännchen schrieb ja 2016 schon, dass er sich die 2. SU mal anschauen wollte. Wie ist denn sein heutiger Standpunkt dazu ??? |
| hjc (2026-06-12 16:07:07) |
 | "Optisch" ist KEIN Ring ja noch um vieles dezenter als alles fix Installierte ;-/ Spass beiseite! Es geht doch im wesentlichen darum, OB und WIE eine dieser denkmalhaften Routen der - ich nenn es mal - Barfuß-Outsider-Klettergrößen in einen für heutige Augen und Akteure einigermaßen doch irgendwie abgesicherten Zustand versetzt werden soll(te) und v.a. kann. Bereits beim "soll" scheiden sich die Geister, was ich persönlich begrüße, weil damit Tradition und modern_art sich noch die Waage halten. Beim "kann" bin ich der Ansicht, dass die 30m bis zum heutigen (nachträglichen) Umlenker auch mit 3nR nicht so bestückt werden können, dass wir begründet ein E1 auswerfen könnten. btw: Wer sich eingehend mit der seit wenigen Monaten neueren Fassung der Routenbeschreibung befasst, wird leicht erkennen, dass von keiner! SU (zur Absicherung) die Rede ist. Wer Kraftreserven hat, kann mit Cams den drohenden grounder um vieles besser vermeiden (wie oftmals anderswo auch). |
| Josch (2026-06-12 12:48:45) |
 | Optisch ist ein Ring auch viel dezenter als diese hässlichen Fixschlingen ... |
| Lilly (2026-06-11 10:10:00) |
 | Ich habe lange überlegt, ob ich dazu noch einmal was schreiben soll...
Vielleicht liegt es an meinem Beruf, aber ich persönlich denke, wir alle (Wissenden) tragen auch etwas Verantwortung für unsere Mitmenschen. Mit dem Begriff "Kamikaze-Schlingen" meinte ich nicht das Schlingenmaterial, sondern die Qualität der Sanduhren. Es geht hierbei nicht um die Psyche des Kletterers, sondern darum, dass Gebietsfremden damit Sicherungspunkte (fixe Schlingen) vorgegaukelt werden, welche nix halten. Und ich habe dort schon Gebietsfremde im Onsight einsteigen gesehen! 7- ist ja auch ein Grad, welche viele noch gut klettern können! Daher plädiere ich persönlich weiterhin für 1 nR.
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| Oli (2026-06-01 23:23:50) |
 | Ein Denkanstoß: Jeder Aspirant für einen Vorstieg hatte (bisher) immer den nötigen Respekt vor dieser Route mit oder trotz der gefädelten Fix-Sanduhren, sowie die dafür nötigen Reserven. Selbstbetrug oder durch die vorhandenen SU-Schlingen das Vertrauen und damit die nötige Ruhe, es sicher zum 1.R zu schaffen. Vieles im Klettern ist Psychologie und hier hat es bis heute funktioniert (ein Unfall ist meines Wissens nicht bekannt, oder?!). Könnte ein erneuern dieser "Sicherungen" diesen Charakter erhalten, oder laufen wir Gefahr, daß hier dann doch ein Unfall uns heimsucht, der bestimmt unglimpflich ausgehen wird?! M.E. war die Route mit den Fix-Sanduhren für alle, die damit umgehen konnten, etwas Besonderes. Dieser Zustand könnte durch das erneute anbringen wieder erreicht werden. Andererseits würde ein nR (siehe Bruchpilot) das Schlimmste verhindern können. Wohin soll die "Reise" gehen... |
| Dirki (2026-06-01 23:05:43) |
 | Realistisch betrachtet, wird es so laufen das da bald wieder fixe Schlingen drin sein werden (ich kenne die Tour gar nicht anders). Was spricht also wenn die Sanduhren eh nix taugen, gegen einen nachträglichen Ring!(keine Öse) falls der Erstbegeher zustimmt?! |
| lepesantben1 (2026-06-01 19:36:23) |
 | ich war damals der Meinung, dass die Tour im aktuellen Zustand toll ist und einen gewissen Seltenheitswert hat, aber ich habe da auch nicht um mein Leben gefürchtet (weiß jetzt nicht mehr warum: ob ich dachte, die Sicherungen sind gut genug, oder, es ist leicht genug...) und irgendwie hat mich die Tour wohl auch an ne Miniaturvariante vom Talweg am Höllenhund erinnert (mit a bissl Abstand: ein gewagter Vergleich ;-) |
| Bruchpilot (2026-06-01 18:39:37) |
 | Bin ich das Ding letzten Samstag mal wieder geklettert (erstmals im Toprope!) und musste erkennen, dass fix installierte Sicherungen einem doch gehörig den Verstand vernebeln können. Gefühlsmäßig schwanke ich jetzt irgendwie zwischen Dirk, Lilly und Oli, Bens Kommentar verstehe ich nicht.
Die erste (Doppel-) SU ist die solidere und lässt sich bequem vom ersten Band weg fädeln. Allerdings nicht mehr sehr oft - dann ist sie nämlich durch. Es folgen lediglich 3 schwerere, weil unübersichtliche Züge bis die Waben wieder kellig werden, die dort befindliche 2. SU ist schwer zu entdecken und lohnt m.E. die Mühe noch weniger als die untere. Einhängen des Rings aus Untergriff sehr gut möglich oder man weiß um den Henkel direkt links neben ihm - Panik darf man dort oben allerdings keine kriegen. Es finden sich tatsächlich zwei abgeschnittene Ringschäfte im Fels. Lange Rede, kurzer Sinn: im Bereich der 1. SU vielleicht doch einen nR setzen. Dann besteht keine Groundergefahr mehr, es bleibt luftig und anspruchsvoll und die sehr gute und ästhetische Route kann ohne Lebensgefahr vorgestiegen werden. |
| PK-Felswart (2025-10-13 18:01:05) |
 | Die über eine lange Zeit fixen Schlingen in den mürben Sandührchen unten wurden kürzlich entfernt (nicht vom Felspaten und auch nicht von mir). Das könnte mMn so auch bleiben. Allerdings sollte man wissen, dass die erste und einzig halbwegs solide SU nur mittels "Fädelwerkzeug" anzubringen ist (am ehesten dünne Kevlar einziehen). Dieses placement ist übrigens auch suboptimal installierbar, wenn man nämlich den rechten benachbarte Steg mitbenutzt: zuviel Zug nach außen im Belastungsfall. Das war übrigens einmal der Hintergrund der "Konstruktion"... |
| André (2025-10-11 23:35:02) |
 | Wenn du die Schlingen "Kamikaze" findest, warum hast du sie dann nicht ausgebaut - erst recht, wenn du vor deinem Vorstieg die Gelegenheit dazu hattest?! Diese erbärmlichen Bändel geben scheinbare Sicherheit vor, sind aber längst über alle Maßen verwittert und blockieren zudem die Schlingenstellen (eigene Kevlars ließen sich nicht mehr dazufädeln). Und dann das Teil mit dem Schäkel drin: 4er PA-Reepschnüre geknotet - war das als Schutz für die SU gedacht (damit die Schlinge eher reißt als dass die SU bricht)? Wie kann man solche Mörderkonstrukte gut finden und noch verteidigen ("unbedingt drinlassen, damit sich die Sanduhr nicht so schnell abnutzt" usw.)? Ist das wirklich so dermaßen magic, die Dinger im Vorstieg selbst reinzufädeln und am Ende auch wieder mit abzubauen? |
| lepesantben1 (2024-08-11 19:54:04) |
 | Ein nR scheint mir kein Upgrade zu sein. Da wird aus einem Mini-Höllenhund bestenfalls Mephisto’s Pudel. |
| Lilly (2024-08-09 22:23:06) |
 | Jaaa, sehr interessante Route. Im Onsight wäre ich da nie reingegangen... zu unübersichtlich und diese "vertrauenserweckenden" Schlingen noch dazu. Ich habe jeweils links der Schlingen noch einen Cam gelegt. Deren Haltekraft wollte ich dennoch auch nicht im Sturz testen. Ich plädiere für die Entfernung der Kamikaze-Schlingen und für das Setzen eines nR dazwischen. Auch dann wäre die Route nicht übersichert und immer noch ein Abenteuer. |
| taucher_simon (2021-05-04 13:43:40) |
 | Absolut geniale Route. Wer in der Pfalz behauptet 7er zu klettern möge sich versuchen (und sich bitte nicht weh tun). |
| hjc (2016-11-06 10:08:56) |
 | Bei der Erstbegehung wurde noch der H der "SO-Kante" benutzt (Stand; fehlt nun aber und dafür ist ja auch weiter oben ein nAR nahe der SO-Kante). Insofern ist jeder Bohrhaken i.d. Kletterlinie ein nachträglicher. |
| sandmännchen (2016-11-02 07:08:27) |
 | Bei der 2. SU stak kein Ring. Hab nächstes Jahr wieder mehr Zeit und schau mir´s an. |
| Oli (2016-10-31 14:00:38) |
 | Die 2.SU ist wieder installiert, jedoch kann man erkennen, daß hier irgendwann einmal ein R gesteckt haben muß!? Aufgrund der Felsqualität der 2.SU wäre hier der R eine Lebensversicherung. Ein Sturz würde die SU vermutlich nicht halten. Weiß jemend, weshalb dieser entfernt wurde? |
| Bruchpilot (2016-04-11 23:02:44) |
 | Die 2. fixe SU-Schlinge fehlt aktuell, dafür findet sich im Schlingensalat der 1. nun ein Schäkel zum Topropen. Gibt hierzu eventuell ein "Geschichtchen"? |
| Kurt (2014-08-31 20:59:45) |
 | Hab den Weg mal ohne Ausflüchte am WE gemacht.
Das Gestein ist meines Erachtens nicht brüchig, eher etwas sensibel und das nur so auf 2-3m nach dem 2.R.
Zum letzten R. wieder solide Struktur.
Und der Friend von Dirk beschrieben liegt zwar etwas recht aus der Linie aber dafür bombig.
Trotzdem anspruchsvolle ob der zweiten SU, wer die testen möchte viel Spaß, klasse Bergfahrt. |
| Dirki (2011-10-03 20:31:02) |
 | Also, wenn man vom zweiten Ring der Eroika ziemlich direkt zum Umlenker der Eroika klettert ist das Gestein eigentlich ziemlich fest und auf halbem Weg kann man noch einen Friend legen. |
| Bruchpilot (2011-09-30 13:30:33) |
 | Und wer den Ausstieg brüchig findet, sollte mal die (Ganze) SO-Kante machen ... |
| Steff (2011-09-30 11:34:48) |
 | Wer am Ring des Abendweges vorbei kommt, klettert nicht den oberen Teil der Eroika. |
| Dirki (2011-09-28 21:38:11) |
 | Ein geniale Tour, den 7ten Grad sollte man allerdings souverän beherrschen bevor man hier einsteigt. Ich fand den oberen Teil nicht so brüchig und statt den Ring vom Abendweg mitzuklippen kann man auch ganz gut einen mittleren Friend unterbringen. |
| Steff (2008-08-04 16:11:43) |
 | Oben besser in den Abendweg flüchten - sehr brüchig! |