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Ludwigshafener Turm Ost- u.Südwand
Ostwand direkt 6+
  Über Reibung zu nR an der SO-Kante. Diese ca. 8m empor (2R) u. rechts in Wandmitte (R) und schmalem Bändchen. Links an Rissfolge weiter (2R), zuletzt links um die Kante und Reibungsstufe z.G. [vom Bändchen aus: U. Daigger, E. Hunsicker am 9.10.1994
Original wurde rechts Stand gemacht und knapp rechts der NO-Kante über bewachsenen Fels z.G. gestiegen.]
  Detail
Tourenlaenge:  33m
Ringe:  6
davon nachträglich:  1
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  V, A1
Erstbegeher:  Fritz Mann
 Theo Mann
 
Datum :  9.4.1923
5 Kommentare 5 Kommentare
Der viel zu kurze Sicherungsring in der brummigen Gipfelauflage (neben der Buchkassette) wurde ersetzt. Das neue Exemplar kann auch gut zum Abseilen genutzt werden, dann ist aber ein 70-er Seil vonnöten.
der nR unten wurde versetzt
Ursprünglicher Name : "Nordwand"
der 1. n!R sitzt (m.E.) unsinnig weit oben - v.a. wenn der Fels bis dahin auch nur unwesentlich feuchtelt
Gut gesichert, zu den sechs R kann man auch noch sinnvoll das ein oder andere Klemmgerät verbauen; die Wand ist hoch!).
Oft recht viel Sand auf den Griffen und auch oben raus teils unangenehmer Keimbelag, selbst wenn es furztrocken ist.
Crux am 3.ten Ring - wenn man über dem 4.den gehackten (?) Griff nicht gleich findet, dann dort.
Die "Alte Südwand" empfand ich als wesentlich schönere Kletterei, dort bin ich allerdings nur hinterhergehampelt.
Durstweg
  4m links der SO-Kante an schrägen Riss (früher Ks) zu nR über gelber Schicht und gleich nach rechts zur SO-Kante (3.R von "Ostwand direkt" nutzbar). Nach links zu abdrängender Wabenmulde und gerade hoch (R), dann links an Rissspur (früher Ks) zu Überhang (R). Nach links (H,Hf), über gr.Überhang (R) und an brüchigen Riss (Ks) z.G.
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Tourenlaenge:  38m
Ringe:  7
davon nachträglich:  1
sonst. Absicherung:  3 S
technische Bewertung:  VI+, A1
Erstbegeher:  Elmar Hasselwander
 Hugo Hasselwander
 
Datum :  19.8.1975
3 Kommentare 3 Kommentare
Sagte ich dies nicht bei der letzten SanSi-Sitzung? Und dass es damit eigentlich auch genug gewesen wäre?
Könnte gut sein, dass sich unter Vermeidung der bröseligen Rechtsschleife unten (und stattdessen via "Target" (2R)) - eine durchaus lohnende 8- ergibt.
Einziger noch geschlagener H - in der Schlüsselstelle unten - jetzt mal saniert.
Target 8+
  Links vom Riss des "Durstweges" gerade über die Wand (R, Cam #0.5) zum nR [Projekt aus 2004] - und dann immer gerade hinauf, zuletzt über den mittl.Teil vom "Durstweg" z. (verdecktem) AR.
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Tourenlaenge:  23m
Ringe:  6+ AR
davon nachträglich:  
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  
Erstbegeher:  Dieter Klan
 Timm Gutensohn
 
Datum :  19.7.2017
2 Kommentare 2 Kommentare
Genial abwechslungsreich. Nach jeder schweren Passage, gute Ruhepunkte. Das Spiel an den Kieseln unten is für Kleine übel aber ab ca. 175cm deutlich leichter, im 7. Grad anzusiedeln (Falls durch die hohe Begehungsfrequenz nicht noch mehr Kiesel runter kullern). 3. Ring besser überklettern und von Henkel direkt obendrüber einhängen. Im Abschlussüberhängchen, besser nicht blind an allen getickmarkten Sollbruchleisten ziehen.
Der Abseilring befindet sich tatsächlich gut versteckt etwa anderthalb Meter über dem letzten Haken unterhalb des brüchigen Abschlussdaches und macht vor allem deshalb Sinn, weil besagter letzter (sechster) Haken ein ziemlicher Karabinerbrecher ist. Sehr kieselig zum ersten, dann vier sandige Meter (guter Cam 0,5) bis zum 2. Ring. Ab da fest und lohnend mit einer schweren Passage am 4. Haken. Vor diesem geht noch ein guter Cam 0,75.
Cruz Campo 8-
  An kurzem linksgeneigten Einschnitt hinauf und kurzen Riss (Fr #3.5) zu Wandstelle (R). Darüber und rechtshaltend (Fr 3) zu R. Durch die sich aufsteilende Wabenwand den R folgend unter Überhang und mit kl.Linksbogen z. AR.
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Tourenlaenge:  23m
Ringe:  6+ AR
davon nachträglich:  
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  
Erstbegeher:  Dieter Klan
 Kerstin Andres
 
Datum :  15.9.2017
2 Kommentare 2 Kommentare
Schöne und abwechslungsreiche Tour. Zum 1.R liegt ein Fr.3,5 und nach dem 1.R ein Fr.3 in einem Lettenloch. Damit entspannt sich das einhängen des 2.R mit der hohlen Schuppe enorm. Ansonsten würde es bei einem Abgang knapp zum Grounder reichen. Die Bewertung paßt, wie ich finde. Danke für die schöne Tour.
Gute Tour. Gar nicht so leicht wie ich finde. Achtung beim einhängen des 2. R die Schuppe zum Einhängen brummt gewaltig!
Alte Südwand 6
  In S-Wandmitte unter gr.Wandausbruch entweder orig. den linken Riss oder rechterhand einen schrägen Riss [H.Laub, A.Friedrich; 20.02.1971] hinauf zu - v.a. im linken Bereich - baufälligen Überhängchen (Hex #6, SU, Fr #2). Mittels einer manip. "Kelle" über ihn (orig. mit Sst.) und kurze Platte zu Verschneidungsüberhang (R; evtl. Stand). Rechts hinauf (orig. mit Sst.) zu R und dem Riss folgend (Fr #3, nR, Cam #0.4), am Ausstieg links haltend z. Grat (Stand-nR).
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Tourenlaenge:  32m
Ringe:  3+ AR
davon nachträglich:  1
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  V+, A0 & Sst
Erstbegeher:  Richard Scheerer
 Heinrich Kauther
 
Datum :  7.8.1933
8 Kommentare 8 Kommentare
Stand-R oben am Ausstieg sitzt wieder
Der vor einem Jahr ausgetauschte und damit VERBESSERTE Stand-R am Gipfelgrat wurde vom vermeintlichen "Besitzer" des Vorgänger-Modells wieder entfernt! Wie zu befürchten war ist also das analoge Vorgehen am Bavariafels-Gipfel keine Ausnahme gewesen ;-(
Insofern also erstmal nicht wundern, wenn die Situation zum Nachsicherung der von vor etwa 30 Jahren entspricht.
der Stand-R oben am Ausstieg existiert jetzt in weit besserer Ausführung (25cm lange Variante in dann doch solidem Gestein)
Zwei Tipps zur Absicherung:
Zusätzlich zur SU lässt sich ein Rock#4 knapp links davon legen (selbst die SU kann man mit einem Rock#7 "belegen"- m.E. weit bessere Belastung so).
Im Ausstieg nach dem nR geht dort, wo die linke Rissspur endet ein guter Cam#0.4 in ein verstecktes Lettenloch.
Beeindruckende Linie, aber auch sehr anspruchsvoll für den angegebenen Grad. Der Ausdruck "baufälliger Übergang" ist eine treffende Beschreibung. Der rettende Ring kommt erst darüber. Den gehackten Griff rechts muß man erst mal finden oder links über die extrem sandigen Slooper deutlich schwerer und unangenehmer.
www.morchel.org/die-klassiker/alte-südwand/
Der baufällige Überhang kann in einer Rechtssschleife (allerdings ähnlich gefährlich) umgangen werden. Fr 1.5 von Nutzen.
Sehr schöne Tour, welche sich gut absichern lässt. Der Fels ist erstaunlich fest, lediglich im Ausstieg wird es brüchig (dort aber leicht). Das "Dach" über dem Stand geht besser als es aussieht - evlt. darin gelegte Friends nach dem klinken des Rings an der Kante wieder aushängen, sonst wird der Weiterweg schwer.
Neue Südwand 7-
  Mit "Alte Südwand" beginnen und am baufälligen Überhang (SU) waagrecht nach links zu R und kurze Rissspur zum 2.R. Ihn noch überklettern und nach links (R) und an anfangs festem, dann immer brüchigeren Riss (orig. Ks) hinauf, nach links und plattig - ACHTUNG! links loser Block - zum Fuß einer rinnenartige Verschneidung, die mit einem gr.Pfeiler befüllt ist. Vorsichtig! und am besten weit ausspreizend z. AR u.G.
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Tourenlaenge:  32m
Ringe:  3
davon nachträglich:  
sonst. Absicherung:  1 S
technische Bewertung:  VI-, A1
Erstbegeher:  Hans Laub
 Wilhelm Mildenberger
 
Datum :  25.5.1946
3 Kommentare 3 Kommentare
Hab' den Mittelteil von viel Dreck befreit.
Den ganzen Schotter oben müsste man entweder "von N kontern" - oder eben doch mal zu Tale befördern :-(
In Verbindung mit dem Direkteinstieg (siehe auch Kommentar dort) eine anspruchsvolle Tour mit guter Felsqualität bis zum dritten Ring. Für die vermutlich wenigen Begehungen recht sauber im unteren Teil. Der zweite Ring sitzt in ca. 2m über dem Ersten unter einem kleinen Dach und ist von unten nur schwer zu erkennen. Nach dem dritten Ring bis zum Ende des senkrechten Teils des Risses auch vernünftig z.B. mit großem Keil, Cam 0.4, Cam 0.3 absicherbar. Danach wird es dann leider brüchig, flechtig, dreckig aber auch leichter bis zum Gipfel. Mit dem Pfeiler im oberen Teil sorgsam umgehen, so ganz locker scheint er nicht zu sein, so ganz solide allerdings auch nicht. Auf dem Gipfel kann dann am Abseilring über der Blitzkante, am besten verlängert, nachgeholt werden. Insgesamt eine Unternehmung die mir in Erinnerung bleiben wird.
In Verbindung mit dem Direkteinstieg klettert man einem grossen, vergessenen Klassiker, der viel besser ist, als es von unten aussieht. Gut wenn man den 7. Grad drauf hat!
  V: Direkteinstieg 6+
  Durch den schrägen Riss (4 Ks, Hex 8 sehr nützlich) direkt zum 1.R.
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Ringe:  0
davon nachträglich:  
sonst. Absicherung:  4 S
technische Bewertung:  V+, A1
Erstbegeher:  Hans Eberhard
 Manfred Zipf
 
Datum :  
4 Kommentare 4 Kommentare
Tolle + komplexe Einstiegsvariante, die auch an die Absicherung eine gehörige Portion ans "Können" stellt. Für 6+ meiner Einschätzung nach nicht zu haben. Eher glatt 7. Die Fortsetzung daran ist fast schon "genüßlich leicht" dagegen und im Anschluß mit den 3R auch sehr angenehm.
@ Sanduhr: Abgesichert im modernen Wortsinn haben das die Erstbegeher nicht. Ist zwar kein Datum angegeben, müsste aber Ende der 1950er-Jahre oder Anfang der 1960er-Jahre gewesen sein. Wie man das damals geklettert hat? Ganz einfach - dicke Knotenschlinge in den Riss, Trittleiter rein und man war eineinhalb Meter höher. Allerdings kann diesbezüglich die Bewertung "V+, A1" keinesfalls stimmen, denn das war sicher A2 (= mit arger Verletzungsgefahr im Falle eines Sturzes...). Da wurde (fast) nichts frei geklettert bei der Erstbegehung - wäre ja auch 30 Jahre (!) zu früh gewesen :-)
Meinem Vorredner kann ich nur beipflichten, ganz schön anspruchsvoll und anstrengend! Das Anklettern des 1. Rings der Originaltour über die schräge Risspassage, in der auch meine letzte Sicherung lag, empfand ich besonders schwer. Lässt sich mit Camalots absichern z.B. 0.5, 0.75, 3, 2. Eventuell sitzt der in der Beschreibung genannte Hex 8 sehr gut. Mir ist ein Rätsel ob und wie die Erstbegeher das abgesichert haben, Hut ab.
Bewertung 6+ ist wirklich allerliebst. Naja, wer`s glaubt ... Meiner Meinung nach klettert sich der Direkteinstieg eine ganze Ecke komplexer als der obere Teil der Tour (jetzt freundlicherweise auf 7- aufgewertet). Für mich ist die komplette Route ein solider 7er!