Auswahl: Klassiker im 5. Schwierigkeitsgrad:

Buchholzfels Massiv - Südseite Südwandquergang 5-
  Vom Einstieg des "Erstersteigerweges" schräg links unter gr. Dächer. Unter diesen (nR, am besten Stand) ca. 45m nach links und an Riss z.G.
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Ringe:  1
davon nachträglich:  1
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  
Erstbegeher:  Udo Daigger
 Dieter Haenle
 
Datum :  6.3.1960
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Taub Normalweg 5-
  Ostseitig auf Band und durch die S-Wand zu breitem Riss im linken Wandteil (Stand-nR) und ihn zu gr.Absatz in der W-Wand(nR; Stand). Über abdrängende Wandstufe z.G.
  Detail
Ringe:  2
davon nachträglich:  2
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  
Erstbegeher:  Fritz Mann
 Theo Mann
 
Datum :  26.9.1911
3 Kommentare 3 Kommentare
Die Querung ist leichtes Gelände, aber viel mit zuverlässigen Sicherungen ist nicht (ausse kurz vor dem Ende) der Nachsteiger sollte es auch bringen. Vom zweiten Ring weg muss man ohne Bauen den Schwierigkeitsgrad bringen. Es kommen grosse Griffe wenn man sich streckt, auf den ersten paar steilen Metern sollte man aber nicht lang nach Sicherungsmöglichkeiten suchen, sondern es einfach machen. Geht gut ohne bauen, aber kräftig für den Grad. Wenn man halbwegs steht geht ein guter kleine Cam. Insgesamt bis zum 2R nicht des beste Fels, bissle aufpassen, an was man zerrt. Durchaus anspruchsvoller NW.
Toller "Normal"aufstieg, bei dem die beiden "strategischen" Ringe einem viel helfen. Für meinen Geschmack ist der Beginn des Quergangs unten ziemlich ungesichert, da sollte der Nachsteiger keinen Wackler haben....Vorm ersten R geht dann aber ein bombiger Rock(#6-8). Oben raus muss man sich - daher der S.Grad - dann mal ganz schön festhalten (oder man entschärft die Stelle etwas mittels Schulterstand).
Etwas brüchig aber trotzdem sehr schön !
Lämmerfelsen Bockturm-Hirtsfels Südwände Alter Südwandweg 5-
  Startet an einem Felsfenster zu Beginn des "Bock-Normalweges" - hierher aber schönsten über den "Sattelaufstieg": In einer langen Rechtsquerung, nach dem 1.R (unter der abdrängenden, wabigen Schlusswand) an geschlagenen Griffen durchaus ausgesetzt und Nachsteiger-"fordernd" hinaus auf ein abschüssiges Band (R; Stand). Rechts davon durch Riss zur O-Schulter (dort endet auch die "Bockverschneidung") und leicht zu den letzten Metern des "Normalweges".
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Ringe:  2
davon nachträglich:  
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  
Erstbegeher:  Fritz Mann
 Theo Mann
 
Datum :  7.6.1922
1 Kommentare 1 Kommentare
Schöner Weg durch die ganze Südwand mit ähnlichem Charakter wie der Normalweg - nur eine Etage tiefer (und etwas anspruchsvoller). Trotzdem direkt vom Start weg mit viel Luft unterm Hintern. Am Beginn der Querung an die Nachsteiger denken - am Ende des Wanderweges dann sehr schönen (Hand-) Riss (Gegenstück zur Bockverschneidung) zum großen Baum. Große Bergfahrt welche wohl in mindestens drei Seillängen durchzuführen ist.
Schönauer Hirtsfels Süd- u. Westseite Alte Route 5-
  Auf dem untersten aus der Ostwand nach links ziehende, teils bewachsene Bändchen zu R in der Talseite (Stand). Rechtshaltend empor zu kurzem Band, links durch Verschneidung unter Überhang und nach rechts heraus auf ein Band (R, evtl. Stand). Links durch die Wand (3R) hinauf und linkshaltend zur Kante (R, Wandbuch). Links z.G.
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Ringe:  7
davon nachträglich:  1
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  IV+, A0
Erstbegeher:  Gebhard Pfersdorf
 Otto Peter
 
Datum :  15.8.1956
4 Kommentare 4 Kommentare
Kurzarmige Menschen (unter 9er-Niveau) dürfen über den angegebenen Grad durchaus meutern.
Aktuell mal wieder dornenfrei und grundgereinigt, d.h. im Einstiegsband sieht man grad mal wieder den Fels und auch der Rest wurde aufge"frischt".
Nach wie vor eine tolle, klassische Route, für die sich die etwas weitere Anfahrt durchaus lohnt.
In Kombination mit der 1. SL des Pirolweges wie ich finde wirklich sehr lohnend und auch mit den ganzen Flechten noch gut kletterbar. Die Aussicht auf Fleckenstein ist wirklich gigantisch!!
Den zweiten Standring sollte man mal irgendwann austauschen. Macht keinen guten Eindruck und ist in ein Keksband betoniert. Kann aber mit sehr solidem Cam1 in Lette hintersichert werden.
In der Einstiegsquerung wurde der Bewuchs in den letzten fünf Jahren noch schlimmer, also munter durch Steilmoos (kein Felskontakt auf den ersten ~15m) und dann ab in die Flechten ;-(. Immerhin konnte ich Sicherungsmöglichkeiten ausgraben (Cams bis 1). Die Flechten oben raus wurden ob der Handvoll Begehungen p.a. und der saisonalen Sperrung auch nicht weniger, sieht mittlerweile aus wie ein vertikaler Spinatacker (aber man findet noch was man an Griffen und Tritten braucht).
Anyway, der Fels an sich ist super und auch die Kletterei durch eine der höchsten Wände der Pfalz. Die Aussicht vom Stand am Buch ist aber immer noch grossartig und der Grossteil der Route liegt ab Nachmittag im Schatten und so auch an warmen Tagen wie heute ganz angenhem zu klettern. Würde der Hirtsfels im Bärenbrunnertal stehen und das ganze geputzt wäre das sicher eine beliebte Modetour. So halt was für Leute die gerne allein am Fels sind (gilt auch für die anderen Wege).
Asselstein Südostseite Normalweg direkt 5
  Idealerweise lassen sich zwei Varianten und der Mittelteil des "Normalweges" zusammenhängen und ergeben so den Durchstieg des linken Riss-Kamins in der Südseite.
In Falllinie vom 1.R den Finger-, später Handriss hinauf [auch als "Fritz-Mann-Riss" bekannt] und via "Normalweg" z. dessen 3.R (evtl. Stand).
Der o.T. ist "Jung-Hardt-Kamin" bekannt [24.10.1909]: Man folgt dem breiten Riss (enge SU u. Fr #0.5, dann Fr #5), zuletzt durch kurzem Kamin und Ausstiegslippe (mittl. Fr links) z. Gipfelplateau (Stand-R). .
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Tourenlaenge:  35m
Ringe:  3
davon nachträglich:  
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  
Erstbegeher:  u.T.
 Fritz Mann
 Karl Möhring
 August Bauer
 o.T.
 Friedrich Jung
 Hans Hardt
 Hans Michel
 Karl Jung
 
Datum :  22.9.1912
7 Kommentare 7 Kommentare
Der Fingerriß am Einstieg ist auch mit weniger dicken Pranken keine 5. Schon gleich gar nicht im onsight. Klassischer Fall in Bewertungsfragen. 6/siebtel der Linie ist 4+ / max.5- mit m.M.n. 6- Einzelstelle (4m Fingerklemmer). Macht in der Summe, geteilt durch..
Westseitig auf Plateau unterm Gipfelaufbau sitzt nunmehr ein R zum Nachsichern (damit man nicht mit "Seilschleife" über Felszacken ostseitig arbeiten muss).
Danke dafür, sehr sinnvoll!
Sehr schön und lässt sich mit mobilem Material zukloppen.
Der Riss unten gibt eher die Linie und die Absicherung vor, Rißklettern wird eigentlich nicht geboten bzw. machts nicht wirklich leichter.
unten nicht leicht für den Grad, aber sehr gut absicherbar, z.B. mit
Fr 1,5 im Lettenloch (verlängern) an der ersten abdrängenden Stelle knapp links vom Riss , dann mit Fr 1, Fr 00, Fr 4 und Fr 0 den Riss "hochschlossern". Ehe über der 2ten abdrängenden Stelle noch der Cam 0,75 in den Riss passt.
Der Schulterriss oben lässt sich auch perfekt mit nem 5er Friend absichern. Davor noch Fr 2 und Fr 0,5 (in Lettenloch) und der Genuss-Kamin ist abgesichert. Oben raus beim Spreizen dann großes Kino!
Hoher Erlebniswert!
im oberen Teil prächtiger, aber kurzer Schulterriss (SU am Beginn des Risses) und dann wirds ein toller Spreizkamin zum Ausstieg.
unten nette Fingerrißübung, die trocken sein sollte.
Freischbachwand Südwandverschneidung direkt 5
  Zu Beginn über zwei Absätze in der linken Verschneidungswand hinauf bis in die Höhe der roter Wabenwand rechts und gerade an Handriss weiter auf eine Block unter dem Abschlussdach, Stand (nR).
Orig. folgt eine Linksquerung unter den Dächern (nR) bis z. Waldhang.
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Tourenlaenge:  25m
Ringe:  2
davon nachträglich:  2
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  
Erstbegeher:  Günter Weinriefer
 Leo Pfersdorf
 
Datum :  30.1.1965
2 Kommentare 2 Kommentare
1.nR kann raus, das war früher einmal der "Umlenkungsplan", bevor der bessere Standring rein kam.
Ganz gut, super abzusichern. Der 1.Ring ist m.M. unnötig, dort hat man das gröbste schon hintersich und man kann darunter eine SU abbinden bzw. darüber einen Block abbinden. Und einen Zug höher kommt auch schon der Standring. Die direkte Variante ist vorzuziehen, dort gibst 1-2 super Wabenzüge. Wer sich Zeit nimmt und eine Kevlar dabei hat, kann hier noch ein oder zwei SU abbinden.
Spirkelbacher Rauhfels Süd- u. Ostwand Großer Südwandriss 5
  Die Südwand wird bis etwa in Wandmitte von einer gr.Wechselverschneidung dominiert. In ihr bis zu R und darüber nach rechts heraus zu Podest (nR; hier gewöhnl. Stand).
Gerade dem immer breiter werdenden Riss folgend z. Stand-nR u.G.
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Tourenlaenge:  37m
Ringe:  2+ AR
davon nachträglich:  1
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  
Erstbegeher:  Rudi Scheiber
 Emil Gessner
 Erwin Gessner
 
Datum :  4.8.1933
7 Kommentare 7 Kommentare
Auch für Riss-Nichtskönner (wie ich) gut und schön kletterbar, da eher 3 dimensionale Bewegunsabläufe anstatt Fuss/Fingergeklemme benötigt wird.. @den altvorderten Barfuss Kommentarschreiber: Vorausgesetzt man schafft den Einstieg und muss nicht umkehren..oh mann..
www.morchel.org/die-klassiker/südverschneidung/
Wurde schon vor einiger Zeit auf instabile Blöcke "am Stand" hingewiesen. Und tatsächlich: Dort knapp unterhalb liegen viele kg instabil aufeinander - u. genau darunter halten sich ja die Kumpels auf.
Muss m.E. entrümpelt werden (allerdings nur unter großräumiger Sperrung)!
Keine Ahnung wie lange das schon dort ist, aber mir ist heute aufgefallen, das an der Kante (wenn man von der Einstiegsverschneidung in die andere rüberwechselt) ein Bohrloch ist. Falls mal jemand mit Sika am Fels ist sollte man das zumachen, nicht das noch jemand auf die Idee kommt dort eine Öse o.Ä. einzukleben (die es nicht lange machen würde...).
Eigentlich auch nur mit einem einfachen Satz Cams bis 3 und ohne die Kuhglocke sehr gut absicherbar. Man lernt halt dazu.
Mit Friends 2/3/3/4 und Hex 9 sehr gut absicherbar. Sehr schöne Linie und der Einstieg ist einfacher, als es aussieht. Oben leider nicht mehr ganz so fester Fels wie in der 1 SL, trotzdem sehr lohnend.
Kann - mit fittem Nachsteiger/in - ganz gut in einer Seillänge und direkter (originaler!?) Linienführung begangen werden.
Burghaldefels Ostseite (Haupt- u. Südgipfel Schulterriss 5
  Vom linken Rand der Terrasse am rechten Rand eines gr.Erkers durch abdrängende Verschneidung (z.B. gr. Fr rechts oben in Querriss) auf breiteren Absatz (den man etwas einfacher auch rechts über die begrünte Kante erreiche kann). Jetzt immer dem breiten Riss nach (Fr #5, Fr, Fr #4; riesige SU unterm Ausstieg) zum südl. Felsenfenster (nAR).
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Tourenlaenge:  30m
Ringe:  0+ AR
davon nachträglich:  
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  
Erstbegeher:  Fred Frey
 Emil Gessner
 Erwin Gessner
 
Datum :  13.8.1943
6 Kommentare 6 Kommentare
Wirkliche Schulterrisstechnik braucht man wirklich nie (dafür ist der Riss einfach zu schmal - Anno 2010 hatte ich wohl noch zu wenige echte Schulterrisse geklettert...). Wenn, dann eher Armriss. Was aber auf jeden Fall hier perfekt geht, ist im Mittelteil das (linke) Knie zu verklemmen (braucht man sonst in der Pfalz auch eher selten). Auf die Idee diese Stelle zu piazen (wie anstrengend ist das denn?!) bin ich noch nie gekommen.
Seit Jahren mal wieder das richtige Material mitgebracht - und gleich gemacht. M.E. durchaus lohnend in der direkten Version (die "alten" Umgehungen sind so verdreckt dass ich sie bald als eigenständ. Var. wohl aus der DB nehmen werde). M.E. braucht man nirgends die namensgebende Technik - und es geht gut abzusichern (Fr.3.5, 5, 2, 4, evtl. SU - also E1): "Referenz-5er-Rißverschneidung"
"wie man da auf die Idee kommen kann, innen durch zu gehen?" --> weil es geht! Ein Fels wird nach Möglichkeit Innen beklettert ;-)
Fr. 4 ist am Piazriss in der Mitte zu klein. Es geht aber 2 m nach dem Band ein Fr. 1 in ein Lettenloch. Oben am Ausstieg riesige Sanduhr - außen hoch ist doch spitze - wie man da auf die Idee kommen kann, innen durch zu gehen? Absolute Toptour, keine Ahnung, warum die nur einen Stern hat - O-Ton Andi: Fast so gut wie Bockverschneidung...
Welch geniale Risperle (wenn konsequent auf Riss geklettert) und voll im Genußbereich. Geht auch mit nur einem Cam 4 am Gurt gut zu sichern (den lohnenden Direkteinstieg sollte man mitnehmen), da oben nach der Kaminpassage Cam 0.4 und kurz darüber Cam 2 solide in Letten versenkt werden können. E-Bewertung teile ich bei Mitnahme von Cam 4 u. 5 ebenfalls nicht. Durchs Loch oben im Vorstieg zu empfehlen, wenns noch etwas feucht ist.
Sehr schöner Riss, man sollte allerdings (wie der Name schon sagt) die Schulterrisstechnik etwas beherrschen, sonst wird's schnell schwerer. In Kombination mit dem Direkten Einstieg noch interessanter. Die Absicherung ist mit großen Friends (im Direkteinstieg Camalot 4, Mittelteil Camalot 5 (kann mitgeschoben werden), oben nochmal Camalot 4) eigentlich top und keinesfalls E1 (ohne große Friends aber wohl!). Der Ausstieg kann von dünnen innen durch bewältigt werden - andere müssen über die Ausstiegsflade außen hoch.
Hochstein - Grat - Südseite Dornenriss 5
  Von einem nach links ziehendem kurzen Sims startend zuerst an Riss, dann durch gr.Verschneidung in ein Felsenfenster (Stand-nR).
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Ringe:  0+ AR
davon nachträglich:  
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  
Erstbegeher:  Hans Laub
 Fred Frey
 
Datum :  23.5.1959
5 Kommentare 5 Kommentare
Immer wieder schön. Sehr gut abzusichernde Genusstour.
www.morchel.org/die-klassiker/dornenriss/
Der Riß läßt sich mit Sicherungmaterial (Cams bis 2, K) zukloppen. Leicht zu haben für V und man sollte noch den Stemmkamin dranhängen (AR verlängern) und das ganze in eiener schönen, langen SL klettern.
...Der Riss schluckt fast einen ganzen Satz Keile. Friends kann man im Rucksack lassen.
...Super tour die man bei Sonnenschein auch im Winter machen kann. Die Absicherung ist problemlos.
Bruchweiler Geierstein Rechte Südseite Schartenweg 5
  Vom rechten Ende einer Terasse unter der markanten, bogenförmigen Verschneidung durch kurze, rampenartige Verschneidung zu nR rechts oberhalb eines Loches. Gerade an Rissspur zu R (hierher orig. in einem weiten Rechtsbogen) und links über Wand (R) in die markante Verschneidung (R, Stand). Ihr folgend und linkshaltend zu R. Noch 5m nach links und über Wulst auf den Grat (unterhalb des Hauptgipfels; AR).
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Ringe:  5
davon nachträglich:  1
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  
Erstbegeher:  Fred Frey
 Emil Gessner
 Erwin Gessner
 
Datum :  18.8.1937
11 Kommentare 11 Kommentare
Vll sollten kubick und AlexW (beide nicht beim SANSI-Beschluss dabei) zusammen jetzt mal hin gehen, die Stelle ausbouldern und auch Sturztraining dort machen...Nach erfolgtem Sturztraining erfolgt die Auswertung der Verletzungen, dies bitte in der nächsten SANSI per PowerPoint vortragen.
'Kubick's Kommentar (Sept.'17) könnte missverstanden werden, daher nachfolgend einiges aus nicht-amtlicher! "Noch-Felswart"-Sicht UND v.a. mit dem Hinweis, dass derart rückblickende Aufarbeitungen wahrheitsgetreu und damit wertvoll sehr schwierig zu erstellen sind:
* Sehr alter Fred-Frey-"Klassiker" dessen 1.H (heutzutage 2.R) nach einigem Hin- und wieder Zurückgequere im geschlossenen Riß vor der Plattenstelle (Schlüsselpassage, 3.R) steckte. D.h. auch: die "Birne" rechts drüben - eigentl. Start zum "DAV-Weg" - ist nachträglich (wann?) reingekommen.
* Der erste nachträgliche R vorm anfänglichen Rechtsquergang - in dem gibt's / gab's wohl den "Sanduhrbollen" - kam Anfang der 80er in den Fels (auf Fußhöhe beim Loch am Ende der heute genutzte Zustiegsrampe).
* Ca. 35 Jahre später wurde dieser eine nR von mir versetzt (nach SanSi-Abstimmung), so dass er eine viel besser Sicherungsmöglchkeit darstellt. Die "gewisse Verletzungsgefahr" war davor eher "riesengroß" - selbst aktuell wäre ein Pendelsturz dort "hoch anspruchvoll".
* Die Route ist immer noch anspruchvoll und weit ab von "perfekt abzusichern" - gerade im oberen Teil besteht bei einigen Passage immer noch reichlich Verletzungsgefahr im Falle eines Sturzes!
* Es ist eher unstrittig, dass die Route so wie bei der Erstbegehung abgesichert wohl die letzten mind. 40 Jahre nicht mehr geklettert werden muss.

Die Veränderung des Charakters "klassischer" Routen, mindestens dieser einen, findet also mind. schon zwei Klettergenerationen statt.
Insofern verstehe ich die Aufregung darüber JETZT nicht wirklich.
Aus dem 1978er Kletterführer: "Auf dem DAV-Weg bis zum kurzen Band (R). Nun waagrecht nach links zu Riß (H; hierher auch direkt durch den Riß) und nach links durch die Platte (R) zu kleiner Kante. Diese empor zu Stand am Beginn einer mächtigen Verschneidung (R). Diese empor bis unter mächtige Überhänge. Unter diesen lange Querung nach links (H) in die Scharte zwischen Mittel- und Ostgipfel."
Ob nR auf dem Band (10/20 Jahre alt? Der Weg ist exakt 80 Jahre alt...) oder nR in den ersten richtigen Kletterzügen (neu) - DAS klassische Beispiel, wie der Charakter eines KLASSISCHEN Weges gravierend verändert wurde! Um den "Schartenweg" zu bringen, musste einstmals beherzt an dem "Sanduhrbollen" angezogen werden und hoch die Hufe! Beim alten nR bestand noch eine gewisse Verletzungsgefahr, wenn "hoch die Hufe" nicht funktioniert hat. Und mit den neuen nR? Kann man "sportkletterisch entspannt" eine Fünf-minus-Stelle klettern, die Generationen lang ohne Sicherung geklettert wurde. Das Verändern des Charakters klassischer Wege...regt mich auf!
Also den Vorkommentar kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Wo ist da ein riskanter Aufrichter zum ersten R? Das ist doch zum R vom Boden weg auch nicht schwerer als 2, max. 3 bis zu dem R. Wer will kann auch noch zwei gute Cams bismdahin legen, m.E. aber selbst heute, wo es noch unten feucht war zum ersten R gängig und solide ohne Sicherung kletterbar. Zudem sichert der R wo er jetzt sitzt sehr gut den Weiterweg ab im Gegensatz zum vorherigen auf dem Band.
Der Ring wurde ja dermaßen dümmlich versetzt, dass jetzt der 5er Kletterer für den Schartenweg respec DAV Weg einen riskanten Aufrichter machen muss, um den zu clippen. Also bei aller Ring Umsetzerei, es gibt sicher Ringe, bei denen es keinen Sinn macht, das ist einer davon, sorry. An der Stelle vom aktuellen links davon passt ein 1a CAM, also why ?
Wichtig ist die Info: "Am 2.R nach links queren und über Wand (R)hoch." Denn die Rissspur nach dem 2.R, manche Chalkspuren, als auch die Logik der Linie könnten vermuten lassen, gerade hoch zum R (mit H nebendran)des Zwillingsweges zu müssen - is aber ein anderes Kaliber, oje oje.
(1.)nR gemäß SanSi-Beschluss versetzt
Wunderschöne Pfalz-Plaisirkletterei in tollem Fels. Absicherung mit mobilem Gerät zu den R problemlos, evtl. nur vom 2 R weg bissle aufpassen, da könnte man ein Rad schlagen, falls man abgeht (aber auch nicht schwer dort).
Mit entsprechend langen Schlingen in einer Seillänge kletterbar. Der Ausstiegswulst lässt sich mit einem kleinen Hex. perfekt absichern.
Unten bissl plattig, oben dann Genuss-Henkel-Verschneidungs-Kletterei!
Kuhfels Hauptmassiv Große Ostverschneidung 5+
  In der Ostseite von rechts her über Blöcke auf Absatz in der engen Verschneidung (R). Über die rechte Wand und dann in ihr zu Druchschlupf (nR, abseigeeignet). Wetsseitig dem Riß nach z.G.
  Detail
Ringe:  1
davon nachträglich:  
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  
Erstbegeher:  Hans Laub
 Fred Frey
 
Datum :  25.11.1961
4 Kommentare 4 Kommentare
Auch nach anhaltenden Regenperioden sehr schnell wieder in Gänze furztrocken.
Nix zupacken - am Ring einfach hoch stemmen! Von dem Ring am Durchschlupf reicht ein 50m Seil zurück zum Wandfuß.
Die Felsqualität ist wirklich großartig, da geb ich dem Doc Recht. Über den (Stand-)Ring weg mal etwas zupacken und gut die Füsse stellen, dann ab nach links in den Riss - später Kamin. Da kann man nach Herzenslust alles zwischen Fr. 0 und Fr. 3 verbauen. Vor dem westseitigen Ausstiegsrisschen empfiehlt sich Stand am nR oder Baum zu machen. Schöner Klassiker vom Laube Hans.
Lohnende, dreidimensionale Kletterei in exzellentem Fels. Mit einem Satz Cams 0.3 bis 1 und einem Cam C3-1 sehr gut absicherbar (großes Zeug brauchts da keines). Vor allem nach dem ersten Ring als Kamin geklettert ein Genuß!
Asselstein Nordostseite Ostwand 5+
  Die chronologisch betrachtet zweite Route hier führt nach einer kurzen rampenartigen Verschneidung durch die Schulterriss-Verschneidung direkt neben der O-Kante (s. "Südostkante"), wobei orig. der abschließende Überhang umgangen wurde und der Ausstieg aufs "Schiff" nordseitig erfolgte.
Vom Stand-(Abseil-)R dem Riss in der O-Wand folgend zu bequemem Band. 2m nach rechts und bei R (orig. Sst.) hinauf zu Riss und Absatz an der N-Kante. Nordseitig die letzten 3m z. Gipfelplateau.
  Detail
Ringe:  2
davon nachträglich:  -1
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  V, A0 & Sst
Erstbegeher:  Fritz Mann
 Ernst Hartmetz
 Jakob Otto
 
Datum :  9.10.1910
6 Kommentare 6 Kommentare
2.SL: Absolute Empfehlung - luftig und gut absicherbar! Vom Stand weg, wie Doc schon bemerkte, Crux, dann kann viel Mobiles aus immer stabilen Positionen gelegt werden. Direkter Ausstieg dann sportlich, griffig und luftiger - vielleicht VI+ .
Beschreibung der Erstbegeher aus dem alten GB:
"10. Oktober 1910. Erste Ersteigung über die Ostwand. Einstieg auf der Südostseite durch den zum östlichen Gipfelvorbau ziehenden Riß, der bis zu der kleinen Höhle verfolgt wird. Durch die Höhle auf die Nordseite und den Riß benützend auf den Gipfelvorbau (schmaler Grat). Durch den, die Mitte der Ostwand durchziehenden Riß aufwärts zu einem breiten Band, von dessen Vorhandensein vom Fuße des Felsens fast nicht wahrzunehmen ist. Das Band wird hart an der Nordkante (Steigbaum) verlasssen, ein wenig noch an der Wand hoch und dann links in den Riß; weiter zum breiten Band und leicht zum Gipfel.
Durch Abstieg über die Westseite führen wir die erste Überschreitung des Asselsteines aus.
Fritz Mann (Ludwigshafen a.Rh.), Ernst Hartmetz (Mannheim), Otto (Ludwigshafen). Der Weg über die Ostwand ist äußerst schwierig"

(Danke an Gerd fürs "Übersetzen")
Wie die Vorredner schon sagten, da muß man ordentlich zulangen für 5+ und zwar in beiden Seillängen! Unter hab ich vor dem Schulterriss noch einen 0,75er Cam in ein Lettenloch gelegt. Dann den 5er Cam, den 6er hab ich mitgeschoben. Rechts geht noch ein 1er in ein Lettenloch. Über dem ersten Überhang passt ein 4er, so dass ich den 6er rausgenommen hab um ihn im zweiten Rissübergang noch mal legen zu können. In der zweiten SL passen kleine Cams (bis 2). Geht auch in einer SL zu klettern.
Vom Stand auf dem Schiff auf den ersten Metern etwas konzentriert (rechts haltend und an den Riss), da es einen sonst in den Stand bzw. aufs Schiff haut (Schlüselstelle). Steht man dan erstmal über dem Ring geht ein solider Cam 1 und vor dem Band ein Cam 0.75. Zweiten Standring als ZS mitnehmen und genüßlich oben raus (Cam 0.5, Bäumchen). Hab mal etwas das Gemüse oben aus dem Orginalausstieg geputzt. Lohnende Genußkletterei.
Die großen Camalots liegen im Einstiegsriss bombig (sturzgeprüft). Die beiden Rißüberhänge sind für den angegebenen Grad doch recht tricky.
Wer's original einsteigen will nehme nen 5er und 6er Camalot mit, und schon ist's top gesichert! Ansonsten ist man im Einstieg wohl ziemlich solo unterwegs.
Buchholzfels Massiv - Nordseite Dachquergang 5+
  Aus der Scharte (Stand-R; Ende des "Trichterweges") unter der Dachzone weit nach rechts zum Stand u. Wandbuch im "Alten Dachweg".
  Detail
Ringe:  2+ AR
davon nachträglich:  
sonst. Absicherung:  Fr 2
technische Bewertung:  
Erstbegeher:  Dieter Haenle
 Manfred Schwarz
 
Datum :  25.2.1961
8 Kommentare 8 Kommentare
www.morchel.org/die-klassiker/dachquergang/
Von rechts nach links lange nicht so toll wie umgekehrt, vor allem nicht für den Nachsteiger.
Wunderschöne Schieberei in tollem Fels. Sehe ich auch wie der Edi, mit Cams im Größenbereich 0.3 bis 2 läßt sich das zusätzlich zu den Ringen so sichern, das etwas alle 4 m was Solides liegt. Klar, zwischen den Sicherungen sollte man (auch der Nachsteiger) ob der Querung direkt oberhalb der Dachkante nicht abgehen, sonst rauscht man ins Freie. Das wird sich aber jedem vor Ort eh erschließen.
Der erste R wurde durch einen Bühler ersetzt
Die beiden Ringe im Quergang sehen schon sehr marode aus.
Naja so schlimm ist die Absicherung nicht. Man kann einige kleine Friends verbauen, ein Keil und kommt an 2R vorbei.
Von links nach rechts eine der schönsten Querungen der Pfalz. Leider nicht optimal gesichert.
Die Erstbegehung wurde von rechts nach links, teilweise als Seilquergang gemacht: V-, A1.
Backelstein Vorgipfel Große Südverschneidung 5+
  An der S-Kante stehend fällt rechts eine mächtige Rissverschneidung ins Auge, die sich im u.T. bis zu einem engen Kamin erweitert.
Durch sie empor - im o.T. identisch mit "Trichterweg".
  Detail
Ringe:  0+ AR
davon nachträglich:  
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  
Erstbegeher:  Elmar Hasselwander
 Hugo Hasselwander
 
Datum :  29.3.1961
6 Kommentare 6 Kommentare
Eigentlich dachte ich, ich sei mittlerweile geübt im Finden von Sanduhren, aber in der Südverschneidung habe ich nur oben im Hundenbahnhof eine nicht gerade vertrauenserweckende Sanduhr links in den Waben entdeckt. Wo verstecken sich denn die anderen Uhren?
Meine bisher schönste Tour in der Pfalz. Wohl dem der Cams ab Größe 3 hat. Der Ring von Tabu sollte als tabu erklärt werden, er ist wirklich nicht nötig. Ich wollte ihn einhängen, empfand es aber eher als unangenehm, soweit rüber zu klettern. Dafür bietet ja nun mal der Riss eine perfekte Möglichkeit um selbst zu sichern und über die Verschneidung gibt es ja eh immer eine gute Stehposition. Eine Traumtour der Pfalz mit allen Facetten, die es gibt.
03.03.2010 Kletterer steigt nach dem AR (wo der Weg eigentlich endet; AR nicht eingehängt) in der Scharte das rechte brüchige Wändel weiter hoch (ohne weitere Sicherung) und stürzt in die Scharte. Er fällt von der Scharte weiter und der Sturz wird von den letzten selbst gelegten Sicherungen (zwei SU und ein Keil) in der Südverschneidung (4 ½ m unter dem AR) gehalten. Rettungshubschrauber, Unfallklinik. Schweres Schädelhirntrauma, Lendenwirbel beschädigt, Schulter gebrochen, Lunge durchbohrt sowie drei gebrochene Rippen, Nierenquetschung und drei Tage im künstlichen Koma. Glücklicherweise keine bleibenden Schäden und der Verunfallte klettert wieder.
Prächtige, lange und cleane Tour (Finger weg von den Ringen von Tabu). Mit allerhand Material (Camalot 3, 0.75, 5,5,4, SU, SU, Camalot 2 und K) super abzusichern und großartige Kletterei.
...Ist auch ohne Ringe aus Nachbarrouten gut zu Sichern mittlerweile gibt e ja große Friends :-))
Ein Muss für alle Rißfanatiker. Läßt sich mittlerweile und nach den ersten 15 m gut absichern (u.a. auch mit einer soliden Sanduhr). Auf den ersten 15 m hat man mittlerweile die Möglichkeit, Ringe aus "Tabu" mitzuverwenden.
Rappenwand Hauptgipfel Emil-Gessner-Gedächtnisweg 5+
  (davon 2 Hf und 2 nH an anderer Stelle). Um hier zu genießen, sollte man sich in engen Rissen wohlfühlen. Sonst ist eher der "Platteneinstieg" oder noch leichter die "Einquerung" zu nutzen, wenn man an die schöne rel.leichte 2.Sl. gelangen möchte
  Detail
Ringe:  4
davon nachträglich:  
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  V, A0
Erstbegeher:  Fred Frey
 Emil Gessner
 Erwin Gessner
 
Datum :  13.6.1941
8 Kommentare 8 Kommentare
Hier haben wir den Beweis, dass auch leichte Touren traumhaft sein können. Absolut genial. Wird mir länger im Gedächtnis bleiben als so mancher 9er :)
www.morchel.org/die-klassiker/eggw/
In der ersten SL sollte man vom Beginn des Kaminteils bis zum ersten R aufpassen, wenn man Friends hinten in den Riss schiebt und diese gut verlängen. Die wandern dort schneller rein als man denkt. Habe heute fast einen Fixcam produziert und den nur mit viel Mühe wieder rausbekommen (wer mal einen genauen Blick in den Riss wirft wird sehen, dass es nicht der erste gewesen wäre). Besser was in die Letten legen wo möglich oder gleich Keile/Hexen verwenden
Der Buehler der Neutour steckt im EGGW und wer immer diesen dort platziert hat, hat keinerlei Fingerspitzengefühl gezeigt. Mit dem Buehler als Absicherung ist der Ausstieg sehr entschaerft und gerade bei einem Pfalzklassiker dieser Güte vollig deplaziert. Wer die Neutour topropen will kann ohne Probleme den alten Standring mit ner Schlinge verlängern. Der Buehler als nR im EGGW gehört gleich wieder raus, da braucht es nicht mal einen SanSi-Beschluss, er wurde ja auch ohne einen gesetzt!
Der (Toprope-) Bühler der Neutour/Projekt zwischen Gedächtnisweg und Großen Bogen stellt meines Erachtens einen nR in diesem Weg dar. Zumal sich direkt darüber am Wandbuch ein (Nachhol-) Ring befindet.
Klemmen, Kaminschrubben, Piazen und luftige (leichte) Kletterei an Riesenhenkeln (in der Reihenfolge). Großer Weg!
Super Tour, die sich mit großen und mittleren Friends bzw. Keilen gut absichern lässt! Dies sollte man auch tun, um sie in luftig-vollen Zügen zu genießen! Ab dem Stand nur noch Vergnügen im leichten 4.Grad!
Herrlich luftige Tour. Wo hat man sonst noch so viel Luft unterm A...? Man bekommt einen Riss, einen Kamin und einen kleinen Überhang. Das ist wie Weihnachten und Geburtstag auf einmal. Wenn man im Kamin hochschrubbt sollte man lange Hosen anhaben. ;-) Die Tour lässt sich gut absichern.
Lobelia Trichterweg 5+
  Im linken Teil der O-Wand von Band aus über Plattenschuss (Rock #6, SU) und Platte (Cam #2) zu H (Cam #0.5) und nach rechts zu Stand (R). Rechts vom Stand über Riss zu offenem Kamin (R) und durch ihn zum gr.Ostwandband. 6m nach rechts zu Baum und weiter zum Wanddurchbruch des "Normalweg".
  Detail
Tourenlaenge:  40m
Ringe:  3
davon nachträglich:  
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  V, A0
Erstbegeher:  Rudi Scheiber
 Ludwig Müller
 
Datum :  13.4.1938
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Die Position vom 2.R ist gut, vorallem wenn man Stand macht. "Höher und weiter links" ist dafür weniger gut geeignet.
vor einer weiteren San. ueberdenken:
1.H runter (auch weil Schl.-stelle mobil absicherbar
oben am Band nAR sowie
dann evtl. auch 2. nach links und hoeher rauf
www.morchel.org/die-klassiker/trichterweg/
Für Freunde "selten gemachter Klassiker" durchaus mal eine Überlegung wert. Sind Spinnweben, Moos und Sand erst mal gewichen, entpuppt sich das Ganze als recht nette Kletterei. Mit etwas Umsicht lässt sich der Weg auch akzeptabel sichern - dort wo es wirklich zur Sache geht ist es auf jeden Fall gut absicherbar. Was der Aspirant noch mitbringen sollte: Gefühl für den Fels und Demut was die Schwierigkeit angeht.
Der zweite (Stand) und dritte (Trichter) Haken sind solide betonierte Ringe. Der erste Schlag-Ringhaken steckt noch - aber kein Handlungsbedarf, da super Cam#0.5 in Lette daneben.
Kann man ruhig mal machen, dann ists auch sauberer und macht mehr Spass! Eigentlich eine feine Tour an der Lobelia... Stand nach der 2.Sl am Baum rechts unterm Kaminausstieg.
Lämmerfelsen Bockturm-Hirtsfels Südwände Große Südwand 5+
  Startet bei höhlenartige Ausbuchtung mit markanten, abdrängenden Rissverschneidung: Entweder direkt oder 3m links davon empor (nR) und an Leiste nach rechts. Dem jetzt einliegenden Riss folgend an Baum vorbei zu gr.Verschneidung (R; ggf. Stand). In ihr zu R und rechts hinaus auf Kante, zuletzt rechtshaltend zum letzten Stand-R im "Alten Südwandweg".
  Detail
Ringe:  4
davon nachträglich:  1
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  
Erstbegeher:  Rudi Scheiber
 Fred Frey
 
Datum :  16.8.1937
5 Kommentare 5 Kommentare
Das von Sebastian beschriebene Prozedere ist aktuell nicht zwingend nötig. Für Belags-Allergiker kann ich natürlich meine Hand nicht ins Feuer legen - aber wie schreibt Oli immer so schön: Wenn jeder noch ein bisschen den Besen schwingt ...
Mit etwas Pendelei kann man den Ring oberhalb des Baumes abseilend vom ersten Standring des "Alten Südwandwegs" erreichen. Dadurch erspart man sich die Dornen (und evtl. Feuchtigkeit) im unteren Teil. Oben raus dann schöne Kletterei, man sollte etwas aufpassen was man anfasst und worauf man steht. Nach dem letzten Ring bei der Absicherung auch an seinen Nachsteiger denken.
...aktuell,04.05.2014, ist der Einstieg bis 3-4m über den Baum fast unkletterbar oder zumindest sehrriskant, da alles voller dickem Moos und im Riss direkt überm Baum voller Dornengestrüpp ist; gilt auch für Einquerung von links. Also Putzwerkzeug mitnehmen und erst mal(von oben) putzen.
Das musste ich heute gleich mal ausnutzen ;-) (hatte ja schließlich Wandertag). Ich kann mich erinnern, dass es vor 30 Jahren unten nach dem Baum viel weniger Moos hatte und war zudem erstaunt, was ich da alles an Material untergebrachte (ähh - bringen musste). Wer's gut absichern möchte sollte dort einen 5erF Friend mitbringen. Ach ja: keine geschenkte Fünfplus, wenn man oberhalb vom 3.R rausquert (was einem einigen Schotter erspart.
Das Dornenproblem der ersten SL ist aktuell keines ;-)