Auswahl: Klassiker im 4. Schwierigkeitsgrad:

Asselstein Südostseite Normalweg 4-
  Vom Vorblock am "Fritz-Mann-Kamin" auf schmalem Band u. abschüssigem Sims ca. 15m nach links z. Stand-R (am linker Südwandriss). Links über unsolide Wabenwand oder - sicherer - gerade an Riss empor zu Erker unter gr.Dach. An seiner linken Wand [dem so genannten "Z"] (R) über das Dach zu bequemen Absatz in halber Wandhöhe (Stand, nR).
3m im Riss hinauf, dann leicht ansteigende Linksquerung (mittl. Fr) zu einer kl.Höhlung unter einer kurzen Verschneidung. 2m hinauf (R), links um die Kante und über kurze Wand [dem so genannten "Schlemmerwändel"] zur westseitigen Gipfelschulter (Stand-nR).
Nordseitig bis zu tiefem Kaminspalt queren und dort hinauf oder orig. - sportlich - mittels zweier Hörner direkt über den Überhang, laufend einen tiefen Kaminspalt (nR) überqueren und zuletzt über kurze Stufe z. Gipfelfahne.
  Detail
Ringe:  6
davon nachträglich:  3
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  
Erstbegeher:  Emil Ney
 Ernst Schlemmer
 Rudolf Schonger
 
Datum :  21.9.1909
8 Kommentare 8 Kommentare
Im Gegensatz zum Maurerweg ist man auf dieser Route vor fahrlässigerweise zum Absturz gebrachten Weihnachtsbäumen weitgehend geschützt!
www.morchel.org/die-klassiker/asselstein-nw/
Wenn man den 2.R zu sehr verlängert besteht die Gefahr dass sich das Seil beim Weiterklettern oberhalb des 2.Standplatzes im Riss verklemmt.
Gemäß eines SanSi-Beschlusses ist der 2.R (im "Z") jetzt erneuert - an geeigneterer Stelle (mehr rechts wie bisher).
R im "Z" sieht marode aus. Wenn er erneuert wird sollte er ein Stück weit nach rechts gesetzt werden (evtl. auch etwas runter).
Der Einstiegsquergang läßt sich mit Cam 0.4, 0.75, SU und Cam 0.4 so absichern, das die Wahrscheinlichkeit für einen Pendelsturz mit Bodenberührung für den Nachsteiger sehr minimiert wird. Is aber auch gut zu machen.
Der klassische Normalweg! Der athletische Schlussüberhang kann auf einem breiten Band in der Nordwand zum Ausstieg des "Jung-Hardt-Kamins" (II) umgangen werden.
1993: Im Quergang des Normalweges werden zwei Nachsteiger gleichzeitig gesichert. Der hintere stürzt und reißt den vorderen mit dem Seil mit. Mangels ausreichender Sicherung stürzen beide auf den Boden.
Sternfelsen Südwest- u. Südostseiten Alte Südwand aka Theoweg 4-
  Der heutiger üblicher "Normalweg" beginnt in einer kaminartigen Einbuchtung unter der Ostkante (s.a. "Südwand-Sattelriß"). 3m hoch, dann links dem Riß folgend in einen Erker (evtl. Stand, nR). Nach links absteigend und weiter queren zum Absatz in der Talseite (Stand,nR). Gerade und rechts ansteigend zu einem Riß (R,) dem man z.G. folgt.
  Detail
Ringe:  3
davon nachträglich:  2
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  IV, A0
Erstbegeher:  Theo Mann
 Fritz Mann
 
Datum :  13.6.1922
6 Kommentare 6 Kommentare
Die Tour wird lt. Gipfelbuch mit Abstand am meisten geklettert. Eine schöne Genusstour, allerdings mit zweimal Stand machen, dauerts auch etwas länger. Dennoch sehr lohnend und entspannt zu klettern. Der schönste Teil ist nach dem zweiten Standplatz zum Gipfel.
Friend #2.5 und #3 sichern den abfallenden Quergang zw. den ersten beiden R ganz gut ab.
Wären da nicht die bröseligen Fladen zu Beginn der letzten Länge ("Faktor 2" - also vor z.B. einem soliden Fr #2.5) könnte man es uneingeschränkt als genüsslichen Familienausflug anpreisen ;-|>br>Am besten ist's dort sowieso, dass der/die Vorsteigende solches "Ier"-Gelände beherrscht...
Der 3. (und wohl einzige originäre) R steckt im Schotter!
Möglichkeiten zur mob. Absicherung gut und vielfältig! Ersatzlos entfernen hieße aber die Anforderung an die Route nach oben zu drehen! Mal sehn...
www.morchel.org/die-klassiker/theoweg/
So ziemlich die entspannteste Route der Gebrüder Mann, die ich bisher geklettert bin. Man kann so ziemlich alles legen, was man am Gurt hat, dazu fester Fels und drei Ringe. Lohende Genußtour.
Sehr schöne Route. Die Absicherung ist Problemlos.
Schafsfelsen Nordseite Holderkante 4-
  An der NW-Kante (Rock #8) zu kleinem Überhang und rechts nR vorbei über die Wand zu kleinem Absatz mit Baumrelikt [F. Mann, Th. Mann, L. Mann am 30.04.1911] - orig. vom "Grimmeisenriss" erreicht indem ca 3m unterhalb des Grates nach rechts gequert wird.
Über kurze Wand (Fr 2.5) und linkshaltend (Fr 3.5) auf eine Kanzel. Gerade (nR) zu Absatz vor der Gipfelplatte. Westseitig z.G.
  Detail
Ringe:  2+ AR
davon nachträglich:  2
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  
Erstbegeher:  Heinrich Holder
 Albert Grimmeisen
 Friedrich Jung
 
Datum :  7.8.1906
7 Kommentare 7 Kommentare
https://www.feuerwehr-dahn.de/index.php/einsaetze/2017/307-26-16-04-2017
Der nach unten versetzte nR entspannt den oberen Teil erheblich, weshalb die Tour auch ohne Klemmgerät angegangen werden kann. Vor dem 1.nR kann man was legen, ist aber auch nicht zwingend. Der nAR lässt sich vom obersten Absatz aus einhängen (clever gelöst!) und somit kann auch der letzte Aufschwung gesichert erklommen werden. Beispiel für sinnvolle "Wartungsarbeit".
2.nR nach unten versetzt (auch aufgr. der eindeutigen Zustimmung im PK-Präsidium)!
Reaktion auf einen Bodensturz an Ostern diesen Jahres.
K zum Ring, S, SU und Cam 0.75 und die Tour ist bestens gesichert. Auch ohne die Wurzel bzw. das Bäumchen zu greifen sehr leicht. Leider, wie so viele Touren an dem Fels, sehr abgelatscht und die vielen Seilriefen oben sind auch nicht gerade schön anzusehen!
Die Absicherung ist in Ordnung. Zum 1. Ring gehen eine dicke SU (leicht zu übersehen) und eine gute Knotenschlinge. Dann Ring (links sitz auch gut ein KK) und mit Wurzelhilfe auf Absatz (Sl um Bäumchen). Unter dem eingeschnittenem Fels passt wunderbar ein kleiner Friend.
19.02.2004 fiel ich aus dem Ausstieg bis runter. Die letzte Sicherung war der Baum auf dem Podest. Ursache war Selbstüberschätzung meinerseits. Trümmerbruch des kleinen Fingers und diverse Prellungen.
Juli 2003: Eine Holländerin stürzte am Ausstieg, der von ihr dort gelegte Keil versagte, sodaß sie in den Friend fiel, den sie auf dem Band gelegt hatte. Sie schlug dann an der Wand darunter auf und wurde abgelassen. Vermutung: Irgendeine Verletzung an der Schulter. Angeblich neigte die Gestürzte (ein wenig) zum "Hauruck-Klettern". Vermutlich hat sie also am Ausstieg der Kante nicht sorgfältig genug auf den besten Weg geachtet. (Bericht eines Augenzeugen)
Ottoturm Erstersteigerweg 4-
  Nordseitig über eine Rampe linksansteigend in abdrängende Verschneidung mit breitem Riß. An der rechten Wand (kl. Rock im Rissinnern) 3m hinauf und an breitem Verschneidungsriß empor z. AR und G.
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Tourenlaenge:  21m
Ringe:  0
davon nachträglich:  
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  
Erstbegeher:  Jakob Otto
 Ludwig Mann
 
Datum :  21.3.1913
3 Kommentare 3 Kommentare
ein schöner weg, der zudem klasse abzusichern ist. von cam 0.4 - 3 kann man da alles verbauen. für ne 4- nicht zu verachten und auch recht anspruchsvoll. zu empfehlen.
Angenhmer als der NW, da gut absicherbar und durchaus interessante Kletterei.
Sicherlich die einfachste und darum gängigste Art auf den Ottoturm zu gelangen. Zudem mit Friends der Größen 5 - 3,5 - 4 und 1,5 sehr gut selbst abzusichern. Aber warum da manche chalken (4-!!!) ist mir gänzlich unverständlich, zumal dieser Weg auf der Nordseite liegt...
Pferchfeldmassiv Südwand (mittlerer Teil) Dritte Rampe 4
  Vom höchsten Punkt des Waldhangs an Faustriß zu Bändchen und weiter auf eine flache Rampe. Ihr folgend nach rechts (Fr 1) zu R (evtl. Stand). 2m nach rechts und gerade o. diagonal (Fr 3.5 o. 4) ansteigend zum 2.R (evtl. Stand). Gerade weiter (R) zu den abdrängendem Rißausstiegen (orig .links o. altern. rechts).
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Ringe:  3
davon nachträglich:  
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  IV+, A0
Erstbegeher:  Hans Laub
 Fred Frey
 
Datum :  14.4.1962
4 Kommentare 4 Kommentare
Gibt es wohl auch selten: Freikletterbewertung 4; technisch 4+, A0... Im Panico ist es mit 5 drin.
korrektur, was die absicherung angeht. also der erste teil bis zum ersten ring, da geht net wirklich was, ist aber auch nicht schwer. in dem riss zu beginn brauchts dann doch was größeres, wenn man ohne sicherung net weiter will. die zweifelhafte schlinge um das bäumchen,kann man auch durch nen cam ersetzen. in unmittelbarer nähe.
klasse tour. am besten in zwei seillängen. wobei man auch ohne probleme am 1. ring stand machen kann. vom ersten zum zweiten ring hin ( nach der querung ) dann aufwärts auf rutschigem terrain. da sollte der vorsteiger aufpassen. vom dritten ring weg ( bin die rechte variante ausgestiegen, ) dann noch ein paar schöne luftige züge über die überhänge hinweg. absicherung absolut problemlos. nach dem dritten ring geht nochmal ein 2er cam und ne schlinge um das bäumchen.
Herrlicher langer Genußweg mit witzigem Ausstieg. Sehr gut abicherbar und sollte man sich gönnen.
Nonnenfels Süd- u. Westseite Alte Route 4
  Gilt als die erste Route, die an einem Massiv geklettert wurde. ...Hier z. Gipfelplateau (Stand-R).
  Detail
Ringe:  2
davon nachträglich:  2
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  
Erstbegeher:  Fred Frey
 Emil Gessner
 Erwin Gessner
 
Datum :  8.5.1937
8 Kommentare 8 Kommentare
www.morchel.org/die-klassiker/alte-route/
Die besagte Schuppe brummt schon seit mind. 50 (!) Jahren (so lange kenn' ich den Normalweg) und ist somit ein Charakteristikum dieses Weges. Bitte belassen und den Sandstein nur "streicheln", dann ist die Passage ganz ungefährlich...
m.E. sollte die Schuppe in so einem beliebten "Normalweg" entsorgt werden!
Und der 1.R würde noch genauso leicht erreichbar sein wenn das Teil weiter rechts steckte - und damit wär dann der Weiterweg z.Buch besser abgesichert.
ein toller weg! nicht schwer, aber auch nicht anspruchslos, von der absicherung her ganz ok und wie die meisten hier schon schrieben auf die große brummende schuppe achten. wirklich vorsichtig belasten und gewicht schön nach unten. hatte an der stelle bzw. davor und danach nix zum absichern gefunden, die kletterei ist aber auch nicht schwer. bisschen überwindung brauchts aber schon, da die stelle wirklich schön ausgesetzt ist. nach dem buch dann weiter nach rechts queren und vor dem ausstieg kann man nochmal ne sanduhr fädeln. auch der einstieg kostet den ein oder anderen sicher überwindung. alles in allem aber ein wirklich schöner weg.
Den Stand gut verlängert einhängen, dann kommt man gut in einer SL zum Buch. Die Brummschuppe zu beklettern macht Spaß (bei der Begehungsfrequenz des Weges hält die wohl sonst wär die schon längst unten, falls nicht jemand auf die Idee kommt nen Friend dahinter zu schieben und reinballert).
Ich hab mal die Originalroute gemacht, weil ich den direkten Ausstieg nicht hochgekommen bin... Aber so schlecht zu sichern fand ichs jetzt auch nicht. Am Ende der Querung geht ein Friend in ein Lettenloch, dann rechts ums Eck. Dort hoch (Köpfelschlinge links) und nochmal ein kleiner plattiger Aufschwung (Sl um Baum rechts).
...Der Originalausstieg wird eher selten gemacht und ist recht Spannend schlecht zu sichern mit etwas Bruch
...Schöne Tour. Die große Schuppe in der 2.SL zärtlich beklettern. Die brummt gewaltig.
Bundenthaler Turm West- und Nordwand Ilexweg 4
  12m rechts vom "Normalweg"-Kamin (der mit dem R am Einstieg) durch eine offene, nicht immer solide Verschneidung unter Überhänge und links ansteigend (R) zu abschüssigem Band (R; gewöhnlich Stand). Über teils begrünte Platten (Fr 2 o. 3) gerade weiter, dann linkshaltend an einem Riss zu bewachsenem Band (Stand an Baum bzw. Wurzelwerk).
Am jetzt breiten Riss (SU, Fr 3.5) weiter hinauf zu Wurzel und linkshaltend z. letzten R im "Normalweg".
  Detail
Tourenlaenge:  40m
Ringe:  2
davon nachträglich:  
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  
Erstbegeher:  Fred Frey
 Rudi Scheiber
 Emil Gessner
 Erwin Gessner
 
Datum :  21.7.1937
7 Kommentare 7 Kommentare
Höchst klassisch in 3 Seillängen zum Gipfel. Cam 3 für den Abschlussriss aufheben. Einfach Gurt vollhängen und los gehts. Die erste Seillänge empfand ich bis zur ersten soliden Sicherung (Cam 3.5; Rock 10 bzw. mittlerer Rock) etwas unangenehm. Eine gute Abseilmöglichkeit bietet der Westliche Nordriss.
www.morchel.org/die-klassiker/ilexweg/
immer wieder schön. ein klasse vierer. sehr abwechslungsreich, gut abzusichern und der ausstieg ist jedesmal nochmal eine herausforderung für ne 4! toller weg! absicherung ist problemlos.
Der Orginalausstieg wir wohl nur selten gemacht, da die Meisten wohl über das Band nach links ausbüchsen. Da lassen sich viele allerdings eine echte Faustrissperle entgehen, die entgegen der Angabe im Richterführer (Schlüsselstellte sei Querung in erster SL unten) der Teil ist wo man für IV durchaus mal die Hände aus den Taschen nehmen muß. Meiner Ansicht nach der beste Teil des Weges.
die tour lässt sich gut absichern, hier und da brummts etwas. ansonsten eine wirklich klasse route, die mir viel spaß gemacht hat und für nen 4er nicht ohne ist. der ein oder andere wird am ausstieg ( faustklemmer ) schon ein wenig fluchen. :-) sehr zu empfehlen!
Ganz soviel wie geschrieben passt nicht in die Tour. Trotzdem ist die Absicherung gut.
Fester Fels und super abzusichern mit allem was man sich so an den Gurt hängen kann.
Bruchweiler Geierstein Linke Südseite Mittelturmweg 4
  Vom rechten Ende des Band unter der Scharte zw. HG u. WG (s. "Drachenkamin") diagonal rechtshaltend (kl.Fr) zu Bändchen (R; evtl. Stand). Nach rechts zu Riss und diesen zu R. Rechts über Wand zu kl.Einbuchtung (nR; ehem. nur SU; guter Standplatz). Durch die offene Verschneidung zum 4.R (auf Höhe des O-Grates bei einem überdachtem Bändchen; Falkenhorst) und durch breiten Riss hinauf zu Absatz und leicht zu gr.Kiefer am Gipfel.
  Detail
Ringe:  4
davon nachträglich:  1
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  
Erstbegeher:  Fritz Mann
 Theo Mann
 
Datum :  5.4.1923
6 Kommentare 6 Kommentare
am letzten R ist der gesamte Absatz mit Falkenkot und Vogelresten versaut, stinkt auch noch! Klettern geht nur schlecht ohne das Zeugs zu berühren.
toller 4er weg, sehr gut abzusichern, zumindest ab dem 1. ring ( bis dahin aber nicht schwer, aufpassen sollte man trotzdem ), außerdem insg. 3 ringe in einem 4er, das hat schon was an luxus. der nicht einfache ausstieg, wird so manchen ins schwitzen bringen. :-) luftig schöne kletterei!
Feiner Genußweg und relativ eisenreich für eine Mann Tour. Da sind keine nRs dabei?
...wobei die (versteckte) SU kurz vor dem 1.R ist, aber als Sicherung für den Nachsteiger dann doch sinnvoll.
Zum ersten Stand kleiner Fr 0.5 und SU (Kevlar). Danach mit Keilen und Ringen besten abgesichert. Sehr schöner leichter Weg, der immer wieder Spass macht!
Schön luftig! Dadurch das die Tour immer leicht nach rechts verläuft hat man einige Klettermeter vor sich. Bis zum ersten Stand sollte man vorsichtig sein. Ab dem ersten Stand lässt sich die Tour gut absichern.
Jungturm Südwestseite Normalweg 4+
  Unter der SW-Kante (s. auch "Kirschnerweg") 3m hoch und langer Quergang nach links (kl. Fr) zu einem Riss (Rock #8) und weiter, zuletzt über eine Stufe und absteigend zu auffallender Kiefer (nR, Stand).
Etwas links gerade über Wand (kl. Fr) und rechtshaltend in den Erker unter auffallendem Rissüberhang (nR). Über ihn (Fr #5) - Griffe im Rissinnern - zu breitem Band (nR, Stand). Links oberhalb an kurzem Riss weiter, zuletzt links davon - hierher auch in weitem Linksbogen - z. AR bzw. G.
  Detail
Ringe:  3+ AR
davon nachträglich:  3
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  
Erstbegeher:  Friedrich Jung
 Karl Jung
 
Datum :  6.7.1904
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nR im Quergang ist Geschichte
Ich muß da jetzt mal eine Lanze brechen für diesen wunderbar klassischen Weg, da dieser hier nur gelb hinterlegt ist, und nicht rot, wie er es eigentlich verdient hätte. Mit der Einstiegsquerung (die m.E. übrigens auch ohne den nR wesentlich solider absicherbar ist als die Querung des Asselstein-NW) und dem interessanten Breitrißüberhang ein ultraklassischer Wegverlauf und ebensolche Kletterei. Ein Weg mit Klasse und auch die Bewertung hat den ein oder anderen auch schon an seinem Kletterkönnen zweifeln lassen. Wie in etwa die Geschichte von einer hier nicht näher genannten Pfalzberühmtheit die kursiert, welche im Nachstieg dort Seilzug forderte, was angeblich nur mit Schlappseil quittiert wurde. Nein, der NW auf den Jungturm ist Pfalz pur und eine wahre Perle! Wenn es schon eine Wertung für die Güte eines Weges in der DB gibt, dann gehört dieser meiner Meinung nach in die Spitzenklasse für den Grad.
Der Einstiegsquergang läßt sich mit Cam 0.4, 0.75, 1,2,3 und Tricam 1.5 perfekt absichern und ist dann vor allem für etwas unsichere Nachteiger angstfrei zu bewältigen. Sehr kraftsparend im Vergleich zum Direkteinstieg.
Mit nem 5er Camalot ist der Rißüberhang gewaltig entschärft, wenn man ihn bis hoch schleppt...Das Knie kann man ganz fein im Riß verklemmen und hat dann alle Zeit der Welt, was zu legen.
...schöne Horror Tour. Der Rissüberhang kann Nerven kosten. Am besten man versucht mit allem was man hat zu klemmen. ;-)
Hundsfels Südost- u. Südseite Alte Südwand 4+
  Führt durch den markanten Riss im rechten Teil der Südwand.Bei einem Fingerriss startend in eine Einbuchtung und an Handriss hinauf in ein Loch (nR). Abdrängend am breiter werdendem Riss empor bis in ein Felsfenster (nR; am besten Stand). Auf der Südseite weiter auf den oberen O-Grat (Stand-nR; s. "Normalweg").
  Detail
Tourenlaenge:  34m
Ringe:  3
davon nachträglich:  3
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  
Erstbegeher:  Ernst Hartmetz
 Jakob Otto
 
Datum :  24.4.1910
6 Kommentare 6 Kommentare
Hier gab' es (mindestens) eine Besteigung noch vor der Erstbegehung des Byzantinerweges.
Erstbesteigung ... gemäß altem GB vor der Erstbegehung des Byzantiner Weges von Dr. Karl Petri (Göcklingen). Er betrat 1902 o. 1903 als Erster den aussichtsreichen Gipfel. Er nahm seinen Weg durch den Riss in der Südwand und benützte dabei Hilfsmittel wie Baumstamm, Haken usw."
Trotz des ausgebrochen Blockes immer noch sehr gut, Schwierigkeitsgrad paßt immer noch. Hört man zwar auch mal welche ob des ausgeworfenen Schwierigkeitsgrades schimpfen, aber mei, auf den Jungturm kommt man auch für 4+...
Fürs Protokoll: der Block kam nicht von alleine, sondern wurde kontrolliert entfernt. Im unteren Bereich ist da jetzt noch einiges an Brösel, zumal man die Tour dort auch nicht wirklich gut sichern kann. Also doppelt aufpassen! Über den 1.R wird meiner Meinung nach inzwischen der IV. Grad deutlich überschritten - war sicherlich mal leichter als da noch mehr Tritte waren.
Traumhaft! Uneingeschränkt empfehlenswerte Route
Am besten in einer Seillänge machen
...Sehr schöne Tour die mit mittlerem bis großem Material gut absicherbar ist.
Rindsbergpfeiler Südostseite Pfeilerweg 4+
  Vorbau und untere SW-Wand bilden eine rampenartige Rissverschneidung. Durch sie (gr. Hex, nR) auf den Vorbau (nR).
Gerade empor zu Fingerriss (z.B. Rock #7). Ihm folgend an kl.Verschneidung entlang (Bäumchen, gr. Rock), zuletzt rechtshaltend über Platte zu nR. Mit Wurzelhilfe auf ein Band und gerade weiter (Fr #1 o. #1.5) z. nAR (bei zwei gr.SU) bzw. linksherum z.G.
  Detail
Tourenlaenge:  55m
Ringe:  3+ AR
davon nachträglich:  3
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  
Erstbegeher:  Hans Laub
 Fred Frey
 bzw:
 Sigmar Wagner
 Winfried Hansel
 
Datum :  21.6.1953
5 Kommentare 5 Kommentare
Geht gut in einer sehr schönen >50 m Länge auch in einem Rutsch hoch. Sicherungen gut verlängern und vor allem nicht den Standring auf dem Pfeiler als zS einhängen, da sich sonst das Seil in den Riss frisst beim Weiterklettern. Anstelle dieses die Kiefer auf dem Pfeiler als zS einfangen, dann hält sich der Seilzug auch auf den letzten Metern in Grenzen.
Wird wohl oft auf dem Vorbau beendet, die bessere Länge der Tour ist aber eigentlich die zweite (Schöne Züge in sehr gutem Fels).
Die "Birne" auf dem Vorbau brummt :-( (hält aber noch...). Wer's nicht glaubt: Hand auflegen und mit z.B. eine Karo drandängeld
Bleibt man konsequent im Riß, dann auch bei Schnee bis zum Stand ganz gängig.
die 2.SL wurde erst am 19.3.1961 von Sigmar Wagner zus. mit Winfried Hansel begangen (Einstieg von rechts durch einen verwachsenen Riß auf den Pfeilerkopf)
Hochstein - Zug - linke Südseite Graue Wand 4+
  Startet von einem Felsband ca. 15m östlich der Rinne des "Durchgangweges".
Rechts des Standringes an breitem Riss zu linksgeneigter Verschneidung und in ihr auf einen bequemen Absatz (nR). Dem markanten Risssystem bis zu seinem Ende folgen, dann 3m nach rechts queren und rechtshaltend zu einem tiefen Einschnitt in der Gipfelplatte (nAR) o. z. Geländer.
  Detail
Tourenlaenge:  32m
Ringe:  1+ AR
davon nachträglich:  1
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  
Erstbegeher:  Hans Laub
 Fred Frey
 
Datum :  3.6.1959
3 Kommentare 3 Kommentare
vom Standring knapp unterhalb des Geländers sind es - der "Dunkelziffer" entlang - 35m talwärts zum begrünten Band am Wandfuss
Mit Cam 0.5 zum Ring (lang verlängern), dann Cam 3, Hex 9, Cam 2 und das ganze in einer Seillänge genießen.
...Tolle Route mit super Absicherungsmöglichkeiten. Sollte man sich gönnen wenn man mal dort ist.
Hochstein - Zug - zentrale Südseite Lochweg 4+
  Von rechts her abdrängend zu einem liegenden Risss, den man (teils an gehauenen Dellen) zu einer Kiefer emporsteigt. Noch 4m - anfangs an dicker eingewachsener Wurzel - hinauf dann 3m nach links zu wabigen Strukturen u. Erker. Gerade hinauf ins - namengebende - Loch u. in Rechtsbogen empor zu abschüssigem Podest (marode Kiefer). Kurz linkshaltend, dann gerade zu besserer Kiefer rechts einer tiefen Nische (Stand). Durch abdrängende Rissverschneidung zum östlichen Rand des Geländers.
  Detail
Tourenlaenge:  45m
Ringe:  0
davon nachträglich:  
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  
Erstbegeher:  Fred Frey
 Emil Gessner
 Erwin Gessner
 
Datum :  13.8.1934
9 Kommentare 9 Kommentare
Sehr guter Weg für kalte aber sonnige Wintertage -windgeschützt und auch das Sicherungspersonal steht in der Sonne.
Standmöglichkeiten gibt's beim ersten Baum (am ehesten oberhalb und dahinter an der fetten Wurzel) u. am letzten Baum (3.5er Friend o.ä. sehr hilfreich) - wenn der/die Nachsteiger sowas fordern...
SanSi-Abstimmung (März '15):
10 J | 10 N | 6 Enthaltungen --> keine Aktion
Nachdem ich letzlich gesehen habe, dass (und wie!) zwei "ältere Semester" am Bäumchen in ca. 2/3-Wandhöhe Stand machten, kam mir die Idee, dort einen nR zu beantragen. That's it.
Finde den weg ist keine 5-. Schöne Genusstour. Ist auch im neuen Auswahlführer drin.
Ein gut 40m langer Plaisirweg allererster Güte. Auf den ersten 7 Meter ist die Holztreppe Geschichte, da die Wurzeln rausgefault sind und es darf richtig geklettert werden. Viele Schlingen einpacken. Super absicherbar und die toll strukturierte Verschneidung und das Ausstiegsdächel klettern sich einfach schön. Wundert mich, dass dieser Weg keine Aufnahme im Auswahlführer fand...
17.3.12 Bodensturz einer Klettererin im Nachstieg(!) vor dem 1.Stand, Verletzungen im Lendenwirbelbereich.
V- ist allerhöchsten der Ausstieg...
...Lustige Spielerei. Unten eine Holztreppe und oben zarte Waben und Löcher. Sehr gut absicherbar.